Werftenjubiläum in Stralsund und Wolgast

Seidel: Werften nach wie vor industrielles Herz des Landes

Die Werften in Stralsund und Wolgast bestehen seit 60 Jahren. „Schiffbau ist ein Wirtschaftszweig mit langer Tradition in Mecklenburg-Vorpommern, er gehört zu unserem Land wie der Fisch zum Wasser“, sagte Wirtschaftsminister Jürgen Seidel am Samstag bei der feierlichen Taufe von Neubau 469 und 470 in Anwesenheit von Bundeskanzlerin Angela Merkel. „Mecklenburg-Vorpommern ist im Schiffbau eine international nachgefragte Adresse, wir wollen gemeinsam dafür sorgen, dass das auch in Zukunft so bleibt“.

Dazu müssten neben moderner Infrastruktur und Unternehmen mit neuesten Produktionsmethoden auch genügend geeignete qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung stehen. „Hier geht die Fachhochschule Stralsund mit dem dualen Studiengang Maschinenbau, Ausrichtung Produktionsmanagement und Schiffbautechnik, den richtigen Weg“, sagte Seidel. Parallel zum Studium sind dabei die Absolventen schon während des Studiums mit Arbeitsverträgen und Aufgaben in der Werftengruppe eingebunden.

Zur Produktionspalette der Stralsunder Werft gehören neben Containerschiffen hochwertige Offshore-Spezialschiffe. Die Werft beschäftigt derzeit 1.300 Mitarbeiter, darunter 55 Auszubildende. Der Bremer Unternehmer Detlef Hegemann hatte die Volkswerft im vergangenen Jahr von der dänischen AP Möller Maersk Gruppe übernommen. Auf der Wolgaster Peenewerft arbeiten rund 800 Beschäftigte, darunter fast 80 Lehrlinge.

Volkswerft und Peenewerft verfügen derzeit über einen Auftragsbestand von Schiffen im Wert von rund 1,5 Mrd. Euro. Der Bau Nr. 470 ist das insgesamt 1.622ste Schiff seit der  Gründung der Werft in Stralsund. Die Peenewerft verließen seitdem 655 Schiffe.