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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Wenn das Leben am wenigsten Kunst ist

17. Internationale Sommerakademie Wismar mit finnischen Einflüssen

Wismar – Vom 30. Juli bis zum 17. August 2012 geht die Internationale Sommerakademie Wismar für Architektur, Design und Kunst in die 17. Runde. Die drei Künstler Albert Braun, Marcus Lerviks und Oskar Lindström der finnischen Künstlerplattform FinnFemFel leiten den dreiwöchigen Hauptkurs zum Thema „Wenn das Leben am wenigsten Kunst ist“. Die Hochschule Wismar lädt damit auch im Jahr 2012 Studenten und Young Professionals aus aller Welt an die Ostsee ein und bietet ihnen ein sommerliches Gestalterpaket. Schüler der gymnasialen Oberstufe und Auszubildende sind ebenso herzlich willkommen. Anmeldeschluss ist der 15. Mai 2012.

Dieses sommerliche Kompaktangebot der Hochschule Wismar setzt sich aus einem interdisziplinären Hauptkurs unter Leitung der Künstlerplattform FinnFemFel aus Finnland, Einführungskursen mit den Schwerpunkten Modellieren, Druck und Fotografie sowie Exkursionen, Präsentationen und Ausstellungen für eine insgesamt erschwingliche Teilnahmegebühr zusammen. Bei erfolgreicher Teilnahme über die gesamte Dauer der Sommerakademie werden den Studenten 5 ETCS-Credit-Points sowie ein Zertifikat ausgestellt. Kulinarik auf der Dachterrasse, Surfen am Wochenende und geselliges Beisammensein mit Kommilitonen und Kollegen an der Kaikante im alten Hafen der traditionsreichen Hansestadt sind weitere Höhepunkte des umfangreichen Veranstaltungsprogramms. Alle Interessenten werden gebeten einen Lebenslauf mit drei ausgewählten künstlerischen Arbeiten im DIN A4-Format mitsamt dem Anmeldebogen per Post oder per E-Mail einzureichen. Der Anmeldebogen, weitere Informationen zum Programm und Kontaktangaben sind auf www.sommerakademie.hs-wismar.de zu finden. Die Anmeldefrist endet am 15. Mai 2012.

Das gestalterische Spekturm der Sommerakademie reicht von Installation, Aktionskunst und Performance Art über Fotografie, Video, Sound bis zur Zeichnung. Getreu der Philosophie von FinnFemFel mit Neugier, Mut und Experimentierfreude auf interdisziplinärem Terrain zu arbeiten, bietet der Hauptkurs viel Raum für individuelle Entdeckungen und orientiert sich dabei maßgeblich an den Interessen der Teilnehmer. Mit dem Thema „Wenn das Leben am wenigsten Kunst ist“ im Visier suchen die drei Künstler gemeinsam mit den Teilnehmern der 17. Internationalen Sommerakademie Wismar feinsinnige und massive Spannungsverhältnisse, den Übergang von Leben zur Kunst und der Kunst im Kontext. Die künstlerische Umsetzung ist offen und richtet sich nach dem persönlichem Schwerpunkt des jeweiligen Teilnehmers. Die Abschlussausstellung ist als ein inhaltliches Ineinandergreifen aller entstandenen Arbeiten geplant.

FinnFemFel ist vor allem der Zusammenschluss der finnischen Künstler Albert Braun, Marcus Lerviks und Oskar Lindström und dient als gemeinschaftliche Plattform für die drei Akteure und geladenen Gästen zur Durchführung von künstlerischen Projekten. Ideen werden gemeinsam entwickelt, organisiert und schließlich realisiert, sodass das Endergebnis immer eine Summe verschiedener Einflüsse, aber auch ein Verwischen des individuellen Ausdrucks ist. Die Projekte von FinnFemFel beschäftigen sich vordergründig mit dem Thema der Simulation oder basieren auf dem Narrativen. Ihre Arbeiten enthalten oftmals groteske, fiktive, dokumentierende und humoristische Elemente, wobei FinnFemFel das Unterschiedliche als eine Bereicherung ihrer Arbeit empfinden. Die verschiedenen Herangehensweisen in der künstlerischen Praxis oder auch individuelle Prägungen der Künstler durch beispielsweise ihren Wohnort, die persönliche Geschichte und spezielle Arbeitsschwerpunkte sorgen dabei für ein produktives Spannungsfeld. FinnFemFel hat dabei gleich zwei Bedeutungen: Einerseits die wortwörtliche Entsprechung von „Finde Fünf Fehler“ und andererseits im übertragenen Sinn nach Auskunft der drei Künstler „Finn = the main focus is on finland, Fem = three people with one art, Fel = we all make mistakes“.

Albert Braun wurde 1958 in Deutschland geboren studierte von 1978-1985 an der Hochschule der Künste Berlin und ist seit 1988 Dozent an der heutigen Novia University of Applied Sciences and Arts in Nykarleby in Finnland. Seine künstlerischen Arbeiten sind oftmals eine Zusammenführung von Installation mitAktionen und Events. Seit 1991 unternimmt er Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen in Finnland und darüber hinaus. Albert Braun lebt und arbeitet im finnischen Nykarleby.

Marcus Lerviks ist 1969 in Finnland geboren, arbeitet bevorzugt mit dem Medium Video und führt seit 1994 Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen in Finnland und im Ausland durch. Er studierte von 1994 bis 1998 an der Swedish School of Art in Nykarleby, der heutigen Novia University of Applied Sciences and Arts, in Finnland. Von 1998 bis 2001 studierte er im Rahmen des „Pallas Fine Arts degree programme“ an der University of Art and Design in Helsinki. Marcus Lerviks verbindet in seinen Arbeiten häufig Videoinstallationen mit räumlichen Elementen, Licht, Sound und Performance. Heute lebt und arbeitet er im finnischen Vasa.

Oskar Lindström studierte von 1994 bis 1997 Fotografie und Bildende Künste ebenfalls an der Swedish School of Art in Nykarleby. Im Jahr 2000 erhielt er seinen Master of Fine Arts für Fotografie an der School of Photography/University of Gothenburg im schwedischen Göteborg. Im Mittelpunkt seines Schaffens steht die Fotografie. Oskar Lindström stellte bis heute sowohl seine eigenen Projekte als auch in Verbindung mit künstlerischen Gemeinschaftsprojekten in verschiedenen europäischen Städten aus. Er lebt und arbeitet zur Zeit in Neustadt an der Weinstraße, Deutschland.

Unterstützt wird die diesjährige Internationale Sommerakademie Wismar durch die Hansestadt Wismar, dem Freizeit und Erlebnisbad Wonnemar Wismar, dem Bürobedarfsunternehmen Gluth – rund ums Büro GmbH, dem Fahrradverleih Wismar Rad sowie der Surfschule San Pepelone. Initiator und Kurator Valentin Rothmaler, Professor für „Elementares Gestalten“ an der Fakultät Gestaltung der Hochschule Wismar, startete die Internationale Sommerakademie Wismar im Jahr 1995.

Weitere Informationen unter www.sommerakademie.hs-wismar.de

Quelle: Hochschule Wismar


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