Kooperation mit Start-up als Basis für Prototypenentwicklung

v.l. Jonas Flint (Geschäftsführer DEJ Technology GmbH), Dr.-Ing. Matthias Wißotzki (Hochschule Wismar) Foto: privat

(Wismar/Rostock) An der Hochschule Wismar wird ein auf Ultraschall basierendes Campus Indoor Navigationssystem entwickelt werden. Das haben Dr.-Ing. Matthias Wißotzki, Professurvertreter Wirtschaftsinformatik/Betriebliche Modelle an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Wismar, Erik Heidenreich und Jonas Flint, beide Geschäftsführer der DEJ Technology GmbH, in der vergangenen Woche während eines gemeinsamen Campusrundganges beschlossen.

In ein paar Monaten sollen Studierende auf dem Hochschulgelände mittels einer App auf ihrem Smartphone zum Beispiel in Erfahrung bringen können, wo ihre nächste Vorlesung stattfindet und wie sie dorthin kommen. Schon während der 11. WIWITA – Wismarer Wirtschaftsinformatiktage – am 7. und 8. Juni 2018 soll der Prototyp dem Fachpublikum präsentiert werden.

Auf Fragen folgen Ortung und Wegempfehlung

Nicht nur am ersten Tag im Studium stellen sich zahlreiche Fragen: In welchem Raum ist meine Vorlesung und wie komme ich dorthin? Wo finde ich meinen Professor? Ist der Seminarraum schon voll? Wie lang ist die Schlange in der Mensa? Wo genau sind die vorlesungsrelevanten Bücher im Regal der Bibliothek? Wo findet mein Workshop auf dieser Konferenz statt?

Die sich daraus ergebenden Anwendungsfälle sollen nun an der Hochschule Wismar erprobt werden. Zu diesem Zweck wird das erste auf Ultraschall basierende Campus Indoor Navigationssystem entwickelt werden. Dazu werden Lautsprecher installiert, welche ein spezielles Signal über nicht hörbare Töne aussenden. Diese Töne können über eine App empfangen und je nach Anwendungsfall der jeweiligen Position der Studierenden bis auf eine Genauigkeit von 50 Zentimetern zugeordnet werden. Ziel ist es, den Nutzern relevante Informationen zur richtigen Zeit und höchstmöglicher Qualität am richtigen Ort bereitzustellen.

Rostocker Start-up-Unternehmen als Partner

Die für das Projekt notwendige Technologie wurde von der DEJ Technology GmbH, einem Start-up aus Rostock, entwickelt. Sie heißt Koopango und kann ohne die Abfrage und Verarbeitung persönlicher Daten genutzt werden.

Die DEJ Technology GmbH hat sich während einer Campusbesichtigung in Wismar entschieden einen ersten Prototyp in Kooperation mit Dr.-Ing. Matthias Wißotzki, der seit dem 1. Januar 2018 als Professurvertreter Wirtschaftsinformatik/Betriebliche Modelle lehrt, zu entwickeln.

„Die Zusammenarbeit mit der Industrie ist ein Erfolgsfaktor für attraktive Inhalte in Forschung und Lehre. Ich freue mich, dass wir mit der DEJ Technology GmbH einen innovativen Partner gefunden haben, um an einer einzigartigen Idee mit und für Studierende mitwirken zu können und somit in ein paar Monaten das erste ultraschallbasierende Navigationssystem auf unseren Campus installieren zu können“, so Wißotzki. Die Planungen für den Projektstart haben bereits begonnen.

Pressemitteilung, Kerstin Baldauf, Pressesprecherin, Hochschule Wismar