Kirchengemeinden in MV laden zu Christvespern und Gottesdiensten ein

Mit dem neugeborenen Sohn Gottes erscheint ein Hoffnungslicht gegen das Dunkel in der Welt. Foto: PEK / Sebastian Kühl

Rostock/Stralsund (cme/sk). Heiligabend, Weihnachten und Jahreswechsel in Mecklenburg-Vorpommern: Die 404 Kirchengemeinden in den evangelischen Kirchenkreisen Mecklenburg und Pommern laden herzlich zu Christvespern, Krippenspielen, Gottesdiensten, Jahresschlussandachten und Konzerten ein. Im Mittelpunkt steht dabei die Geschichte von Maria und Josef und dem Kind in der Krippe, die jedes Jahr neu berührt.

Weihnachten beginnt im Dunkel

Weihnachten beginnt mit der Verheißung des Propheten Jesaja: Es wird nicht dunkel bleiben über denen, die in Angst leben. Denn das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein großes Licht. „Weihnachten beginnt mit dem wunderbaren Hoffnungsbild, dass um Gottes Willen das Dunkel nicht das letzte Wort hat, dass mit dem neugeborenen Sohn ein Hoffnungslicht aufscheint“, sagt Pröpstin Britta Carstensen (Neustrelitz) und ergänzt: „Ein Licht, das ganz klein beginnend, aber immer stärker werdend, die oft bitteren Realitäten umkrempelt. Dass Frieden sein wird, wo heute noch Krieg ist, dass Tränen abgewischt werden, wo die Dinge immer noch zum Heulen sind. Dass Uniformen vernichtet und Schwerter zu Pflugscharen werden, wo in dieser Minute Krieg und Terror sind. Und am Ende, einst, Lachen, Jubel und Glück einkehren werden.“

Sie spüre von Jahr zu Jahr mehr, so die Theologin, dass ohne diese wunderbaren Hoffnungsbilder der Ist-Zustand der Welt unerträglich wäre. „Ohne Hoffnungsbilder wie diese hätte kein Mensch die Kraft, dem Dunkel zu wehren und die Dinge zum Guten zu verändern. Sehnsucht und Hoffnung nach Frieden und Gerechtigkeit machen uns lebendig, kommen in der Geschichte von der Heiligen Nacht zu ihrem Höhepunkt. In der Geschichte, in der erzählt wird, wie der Gottessohn in dunkler Nacht zur Welt kommt, während Gottes Glanz den Hirten den Weg weist und die drei Weisen einem Stern folgen.“

Gottesdiensttermine in den Medien und im Internet

Erwartet werden allein Heiligabend wieder zirka 200.000 Gottesdienstbesucher in den landesweit rund 1.300 Christvespern zwischen Schaalsee und Usedom. Zudem feiern zahllose Menschen am Radio oder vor dem Fernseher eine Christvesper mit. Die Gottesdiensttermine und weitere Veranstaltungen finden sich in der lokalen Presse oder natürlich direkt bei den Kirchengemeinden vor Ort beziehungsweise auf den Gemeindeseiten des Internetportals kirche-mv.de .

Der Online-Suchdienst der evangelischen und der katholischen Kirche in Deutschland unter weihnachtsgottesdienste.de gibt teils ebenso Auskunft über Zeiten und Orte von Gottesdiensten und Krippenspielen in MV – von Heiligabend und Weihnachten über Neujahr bis zum Dreikönigstag.

Einige ausgewählte Weihnachtsgottesdienste in Mecklenburg

Am Heiligen Abend (24. Dezember) predigt Pröpstin Britta Carstensen (Neustrelitz) um 14.30  Uhr in der Kirche Lapitz und um 16 Uhr in der Kirche Mölln. In den Christvespern in Kossebade um 15.30 Uhr und in Grebbin um 17 Uhr wird Propst Dirk Sauermann (Parchim) die frohe Botschaft der Weihnacht auslegen. Die Christvesper in der Kirche Uelitz feiert Propst Marcus Antonioli um 17 Uhr mit der Gemeinde. Propst Wulf Schünemann (Rostock) predigt Heiligabend (24. Dezember) um 14 Uhr in der Kirche Badendiek und um 15.30 Uhr in Kirch Rosin. Am 1. Weihnachtstag (25. Dezember) hält der Rostocker Propst in der Heiligen Geist Kirche Rostock den Festgottesdienst.

Bischof Dr. Andreas v. Maltzahn predigt Heiligabend um 15.30 Uhr in der Kirche Körchow und um 17 Uhr in Cammin. Am 1. Weihnachtstag (25. Dezember) feiert er den Festgottesdienst mit der Gemeinde um 9.30 Uhr im Doberaner Münster.

Einige ausgewählte Weihnachtsgottesdienste in Pommern

Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit hält am 24. Dezember um 17 Uhr die Christvesper im Greifswalder Dom. Es singt der Jugendchor unter Leitung von Landeskirchenmusikdirektor Frank Dittmer. Am 26. Dezember um 10 Uhr predigt der Bischof im Gottesdienst zum Zweiten Weihnachtstag im Greifswalder Dom. Der Domchor trägt unter der Leitung von Professor Jochen A. Modeß die Kantate III des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach vor. Und am 1. Januar um 17 Uhr hält Bischof Abromeit die Predigt im Gottesdienst der Greifswalder Altstadtgemeinden zum Neuen Jahr ebenfalls im Dom St. Nikolai in Greifswald. Unter Leitung von Professor Jochen A. Modeß intoniert der Domchor die Kantaten IV und V des Weihnachtsoratoriums von J. S. Bach.

Auch Pröpstin Helga Ruch (Stralsund), Propst Gerd Panknin (Demmin) und Propst Andreas Haerter (Pasewalk) predigen in zahlreichen Christvespern und Gottesdiensten zu Weihnachten sowie zum Jahreswechsel und laden gemeinsam mit den Kirchengemeinden und den Pastorinnen und Pastoren des Kirchenkreises ein.

Stichwort Kirchenkreise in MV

Der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Mecklenburg und der Pommersche Evangelische Kirchenkreis bilden gemeinsam den Sprengel Mecklenburg und Pommern in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche). Die Kirchenkreise werden in gemeinsamer Verantwortung von den beiden KIrchkreissynoden, den Kirchenkreisrätenund den jeweiligen Pröpstinnen und Pröpsten geleitet.

Sebastian Kühl
Pressesprecher und Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit
Pommerscher Evangelischer Kirchenkreis

Bild: Mit dem neugeborenen Sohn Gottes erscheint ein Hoffnungslicht gegen das Dunkel in der Welt. Foto: PEK / Sebastian Kühl