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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Vorschultraining mit Logopädin hat sich bewährt

Logopädin des Diakoniewerks Neues Ufer zum Vorschultraining in Renzower Kita: „Bildung ist ein Mannschaftsspiel“

Direkt am Wald liegt in Renzow die Kita Puschel. Im Gruppenraum stehen die Kinder im Kreis mit Logopädin Katrin Mönter. Der 6-jährige Jonas hält eine Kerze am ausgestreckten ArOb der Atem bis zur Kerze reicht? Die Kinder der Kita Puschel aus Renzow beim Vorschultraining mit Katrin Mönter, Logopädin beim Diakoniewerk Neues Uferm vor sein Gesicht, spitzt die Lippen und pustet. Schafft er es, mit seinem Atem die Kerze zu erreichen? Er schafft es. Die Kerze flackert und verschlischt. Seit 18 Monaten nutzt die Kita Puschel das vom Land bereit gestellte Vorschulgeld für ein spezielles Vorschultraining mit Katrin Mönter, Logopädin beim Diakoniewerk Neues Ufer.

Einmal in der Woche kommt Katrin Mönter in die Kita Puschel. Mit großem Hallo wird sie begrüßt – die Kinder freuen sich auf ihre Geschichten, auf die Spiele mit ihr. Doch was für die Kinder ein Spiel ist, ist für die Pädagogen ein durchdachtes Programm zur Förderung von Sprache, Wahrnehmung, Motorik und Auffassungsgabe. Zusammen mit den Kolleginnen vom Diakoniewerk hat Katrin Mönter dieses Konzept für ein Vorschultraining entwickelt, allesamt Pädagogen und Therapeuten, die ihre Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern eingebracht haben. „Immer wieder klagen Grundschullehrer über mangelnde sprachliche Fähigkeiten bei ihren Erstklässlern und berichten von damit verbundenen Lerndefiziten. Im Vorschultraining lassen wir die Kinder spielerisch den Reiz der Sprache entdecken. Und über Atemübungen geht es bis zum Zauber der Wörter, über Laute und Geschichten kommen wie von selbst auch Wortschatz und Grammatik ins Spiel. Dass Sprache und Denken zusammen gehören, ist ja kein Geheimnis“, erklärt die Logopädin.

Für Kita-Leiterin Cornelia Friese ist dieses Training für die Vorschulkinder einer von vielen Schritten in der Förderung der ihr anvertrauten Kinder: „Die Vorbereitung auf die Schule kann man nicht von der gesamten Entwicklung der Kinder abkoppeln“, sagt die schlanke, groß gewachsene Frau, „die Förderung in unserer Kita beginnt mit dem ersten Tag und findet im Vorschultraining noch einmal einen besonders intensiven Ausdruck.“ Insofern ist Katrin Mönter für sie auch eine Ideengeberin – ihre Übungen, ihre Spiele und Geschichten fließen in den Alltag ein. Für Cornelia Friese ein entscheidender Grund dafür, dass die Lehrer der Lützower Grundschule die Vorschularbeit der Kita Puschel loben: „Uns wird immer wieder bestätigt, dass unsere Kinder sehr gut auf die Schule vorbereitet sind. Nicht selten kommen Lehrer der Grundschule zu uns, schauen sich an, wie wir arbeiten und ich bin sicher, dass sie danach mit neuen Ideen in ihren Unterricht gehen“, sagt die Kita-Leiterin.

Für Cornelia Friese und ihre fünf Kolleginnen ist es ebenso wichtig, ständig neue Impulse für die Arbeit zu bekommen und an die Kinder weiter zu geben. Einen dicken Ordner mit Material hat sie aus der Zusammenarbeit mit Katrin Mönter bereits zusammen gestellt. Nicht selten beginnt die Logopädin mit den Kindern Bastelarbeiten oder Rollenspiele, die dann in der Kita beendet werden. Geheimniskrämerei gibt es dabei nicht. „Wir sind doch der Kinder wegen hier – ihre Entwicklung zeigt uns, ob wir erfolgreich gearbeitet haben“, sagt Katrin Mönter als sie ihre Sachen zusammen packt. Draußen auf dem Hof wird Fußball gespielt, zur Verabschiedung sagt Cornelia Friese noch: „Unser Beruf, also die Bildung ist ein Mannschaftsspiel.“


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