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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Vor dem 60.Internationalen Neptunschwimmfest in Rostock

Nachgefragt beim SV Olympia Rostock


In zehn Monaten finden die Olympischen Spiele 2016 in Rio statt. Bei den diesjährigen WM im Wasserball, Becken-Schwimmen, Synchron-Schwimmen, Wasserspringen, Klippenspringen und Langstreckenschwimmen in Kazan dominierten China mit 35 Medaillen (15 x Gold), die USA mit 33 Medaillen (13 x Gold), Australien mit 18 Medaillen (7 x Gold), Russland mit 17 Medaillen (9 x Gold), Großbritannien mit 14 Medaillen (7 x Gold) und Italien mit 14 Medaillen (3 x Gold).

Die deutsche Ausbeute war zweimal Gold, einmal Silber, viermal Bronze, wobei die deutschen Titel Marco Koch (200 Meter Brust) und das Mixed-Team im Langstrecken-Schwimmen über 5 Kilometer mit Rob Muffels, Christian Reichert und Isabelle Härle erkämpften.

Aber nicht nur der „ganz große Schwimmsport“ sorgte und sorgt in diesem Jahr für Schlagzeilen, nein, auch in der Region gab bzw. gibt es wichtige Schwimm-Wettkämpfe, so das 60. Internationale Neptunschwimmfest vom 30. Oktober bis 1. November in Rostock.

Nachgefragt bei Thomas Wolf, Pressewart beim SV Olympia Rostock

T.Wolf zum Schwimmsportjahr 2015 aus Sicht des SV Olympia Rostock und das 60.Internationale Neptunschwimmfest in Rostock

„Eines der besten (schwimmsportlichen) Jahre…“

Frage: Bald beginnt das 60. Neptunschwimmfest… Welche Bedeutung hat dieser Wettkampf im Schwimmsport-Kalender mittlerweile?

Thomas Wolf: Abgesehen davon, dass es eines der ältesten Meetings in Deutschland ist – begonnen hat es im Eröffnungsjahr des Hallenschwimmbads „Neptun“ Ende 1955, damals unter dem Namen „Jubiläumsschwimmfest“ und „Länderkampf“ – kamen und kommen immer wieder Spitzen-Athletinnen und -Athleten gern nach Rostock.

Die Saison ist jung, eine erste Standortbestimmung aus dem harten Grundlagentraining heraus geboten und man will Normen schaffen, sich eventuell qualifizieren (Anmerkung: Aktuell zum Beispiel für die im November stattfindenden Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften!) – und das Becken in Rostock ist schnell, was sich ab und an auch wirklich zeigt.
Junge Schwimmerinnen und Schwimmer wollen sich zudem mit den Großen messen, auch international, Wettkampfhärte lernen und schon die eine oder andere persönliche Bestzeit liefern.

Frage: Wie viele Meldungen (Sportler/Vereine) liegen bislang vor? Sind auch bekannte Namen darunter?

Thomas Wolf: 11 Landesverbände aus Deutschland und eine große lettische Delegation sowie ein polnischer Schwimmer haben gemeldet. 336 Aktive werden bei 2000 Einzelstarts und 34 Staffeln aktiv sein.

Nach der heftig missglückten Vorjahresauflage – der Wettkampf musste aus technischen Gründen abgebrochen werden – ist es in diesem Jahr wieder Freude und Herausforderung für alle Betreuer, Kampfrichter, Zeitmesstechniker und Helfer, die Wettkämpfe reibungslos und stimmungsvoll zu gestalten.
Unter anderem werden dabei sein: Steffen Deibler, Johanna Friedrich, Franziska Hentke, Felix Wolf und alte Bekannte mit Rostocker Wurzeln: Tim-Thorben Suck oder Erik Steinhagen…

Frage: Wie viele Entscheidungen stehen auf dem Programm?

Thomas Wolf: Es sind 38 Strecken (jeweils weiblich und männlich), von 50 Meter bis 1500 Meter, inklusive vier Staffeln. Das wird in fünf Abschnitten, verteilt auf die drei Tage, ausgeschwommen.

Frage: Wie lief eigentlich das Schwimmsport-Jahr aus Sicht des SV Olympia Rostock?

Thomas Wolf: Es war eines der besten Jahre. Über die gesamte Frühjahrssaison zeigten unsere Nachwuchssportler (davon 13 D-Kader) tolle Leistungen. Eine Fülle Medaillen bei Landes- und Norddeutschen Meisterschaften waren der Lohn, wir fuhren mit schs Athleten zu den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften (Bilanz: 1x Gold, 1x Silber und 1x Bronze).

Erfolgreichste Schwimmerin ist Julia Irmer, die bei den Deutschen Meisterschaften 2015 in den Finals der offenen Klasse über 50 Meter und 100 Meter Brust startete (Liveübertragung im ZDF!).

Bei Mehrkämpfen und Vielseitigkeitstests waren wir wiederholt der beste Verein oder auf vorderen Plätzen. – Also, unser Trainer-Team liefert eine engagierte, fachlich optimale und weitsichtige Arbeit.

Letzte Frage: Und… Gibt es genügend Zuspruch bei den jungen Talenten?

Thomas Wolf: Das kann ich aktuell nur bedingt beurteilen, da ich bei anderen Vereinen keinen Überblick habe. Jedoch ist zu erkennen, dass dort, wo die Bedingungen gut bis optimal sind, eine Reihe Talente heranreifen. Man sieht es bei Länderkämpfen oder offiziellen Meisterschaften in Deutschland.

Bei uns im Verein geben wir uns viel Mühe, aus den interessierten Kindern nach dem Erlernen des Schwimmens auch die Lust und den Ehrgeiz zu wecken, in dieser Sportart etwas zu erreichen. Es gibt einige talentierte Kinder, es könnten aber ruhig ein paar mehr sein.

Vielen Dank, weiterhin bestes schwimmsportliches Engagement und ein erfolgreiches 60.Internationales Neptunschwimmfest!

Marko Michels

Foto/Michels: Schwimmen ist in M-V beliebt – neben dem Becken-Schwimmen ist auch das Langstreckenschwimmen „im Trend“.


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