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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Vertreter der Kalyani Group zu Gesprächen in MV

Vertreter der Kalyani Group, einem der führenden Industrieunternehmen in Indien, haben am Mittwoch, 14. Juli 2010, Mecklenburg-Vorpommern besucht.

Auf dem Plan standen Gespräche mit Jürgen Seidel, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, Vertretern der Industrie- und Handelskammer in Schwerin sowie Zulieferern aus Mecklenburg-Vorpommern. Baba Kalyani, Inhaber der Kalyani Group, wurde begleitet von den Geschäftsführern des Windenergieanlagenherstellers Kenersys, der zur Kalyani Group gehört und der in Wismar eine Produktionsstätte für Windenergieanlagen betreibt.

Seidel warb bei der Kalyani Group dafür die Möglichkeiten der neuen Verbundforschung des Wirtschaftministeriums aktiv zu nutzen. „Von entscheidender Bedeutung ist, dass das Potenzial und das bereits vorhandene Know-how der Universitäten, Forschungseinrichtungen und Firmen auch im Land bleiben. Hier liegt der Schlüssel, um wettbewerbsfähig zu bleiben und im Ergebnis auch zu mehr wissensbasierten Arbeitsplätzen im Land zu kommen. Mit unserer Neuausrichtung der Verbundforschung geben wir die dafür nötigen Anreize, Forschung und Entwicklung im Praxisverbund mit kleinen und mittelständischen Firmen in Mecklenburg-Vorpommern durchzuführen“, sagte Seidel. Für die EU-Förderperiode von 2007 bis 2013 stehen rund 155 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) für Forschung, Entwicklung und Innovation zur Verfügung.

Der Fokus der Kalyani Group richtet sich auf die Branchen Engineering, Be- und Verarbeitung von Stahl für die Automobil und Maschinenbauindustrie, Erneuerbare Energien, Infrastruktur und Spezialchemie. Der Mutterkonzern gehört mit seinem Flaggschiff Bharat Forge zu den größten Schmiedeteillieferanten mit einem jährlichen Umsatz von 2,5 Milliarden Dollar und etwa 10.000 Mitarbeitern. Das Unternehmen unterhält weltweit 12 Produktionsstandorte in 6 Ländern, davon 4 in Deutschland.

Für den CEO der Kenersys Group, Paulo Fernando Soares, war das Treffen mit Minister Seidel und den regionalen Unternehmen von großem Interesse. „Mit einem Teil der Unternehmen arbeiten wir bereits zusammen. Und mit einigen weiteren Unternehmen, die sich vorgestellt haben, werden wir in den nächsten Wochen Gespräche aufnehmen.“ Das Werk in Wismar wurde – begleitet durch Invest in MV, der Wirtschaftsförderung des Landes – im vergangenen Jahr in Betrieb genommen und produziert Windenergieanlagen der Multi-Megawatt-Klasse vor allem für den europäischen Markt. Das Unternehmen stellt derzeit auch neue Arbeitskräfte ein, zum Beispiel einen Qualitätsingenieur für Elektrotechnik und einen Probelaufingenieur. Darüber hinaus expandiert das Unternehmen auch am Stammsitz in Münster und sucht dafür weitere Entwicklungsingenieure und Elektrotechniker.


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