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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Verliert der Nikolaus bald seinen Job?

Schuhe im Hausflur abstellen verboten!

Hausflure und Treppen in Mehrfamilienhäusern dienen als Zugang zu Wohnungen und im Falle eines Brandes als Fluchtweg, sie sind Gemeinschaftsflächen. Somit ist das Abstellen von Blumenkübeln, Schränken und auch Schuhen dort grundsätzlich nicht erlaubt. Darauf weist der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. hin.

Allerdings dürfen nach Auffassung der Landesgerichte Kinderwagen sowie Rollatoren im Treppenhaus abgestellt werden. Und das dürfe nicht untersagt werden. Entscheident dabei sei, dass Fluchtwege nicht beeinträchtigt werden.

Ist der Nikolaus demnach in Zukunft ein weiterer Gast beim Arbeitsamt, da er keine geputzten Stiefel mehr vor den Haustüren finden wird?

„Flure und Treppen dienen allen Bewohnern gemeinsam. Deshalb sind hier gegenseitige Rücksichtnahme und eine vorherige Abstimmung mit dem Vermieter erforderlich. Im Einzelfall muss geklärt werden, was zulässig ist und was nicht. Entscheidend dabei sind die Platzverhältnisse im jeweiligen Hausflur. So darf der Fluchtweg nicht beeinträchtigt werden. Auch müssen die Mitmieter zu ihrem Briefkasten gelangen können“, so VNW-Pressesprecher Dr. Peter Hitpaß.

Gegenseitige Rücksichtnahme also, na dann kann auch der Geschenkebringer im nächsten Jahr wieder kommen. Er darf sogar seinen Rollator – immerhin ist er, zwischen 270 und 286 n.Chr. geboren, weit über 1.700 Jahre alt – im Hausflur abstellen.

Patrick Dettmann


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