Skip to main content

Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Verbraucherpreise im Dezember um 3,7 Prozent gestiegen

Wie das Statistische Amt mitteilt, lag die Teuerungsrate mit 3,7 Prozent im Dezember 2007 gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat weiterhin auf hohem Niveau.

Im September war erstmals seit 1991 in Mecklenburg-Vorpommern die 3-Prozent-Marke im Vergleich zum Vorjahresmonat erreicht worden, gefolgt von weiteren Steigerungen im Oktober (+ 3,2 Prozent) und November (+ 3,8 Prozent). Die zum Teil sehr starken Teuerungen betrafen ab Herbst alle beobachteten Hauptgruppen und hatten eine mit 2,7 Prozent auch deutlich erhöhte jahresdurchschnittliche Teuerung gegenüber dem Jahresdurchschnitt 2006 (+ 1,5 Prozent) zur Folge. Der Gesamtindex (2000 = 100) erreichte im Dezember den Stand von 112,9.

Preistreiber im Dezember 2007 waren die Indexgruppen Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (+ 7,9 Prozent gegenüber Dezember 2006), Verkehr (+ 6,7 Prozent) sowie Bekleidung und Schuhe (+ 6,0 Prozent). Aber auch die im Dezember verzeichnete Teuerung von 2,3 Prozent im Indexbereich Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe stellt aufgrund der hohen Verbrauchsbedeutung (Wägungsanteil: 30 Prozent) eine hohe Belastung für die Bevölkerung dar.

Im Einzelnen:

Bei den Nahrungsmitteln mussten die Verbraucher im Dezember 2007 deutlich höhere Preise als noch vor Jahresfrist für vor allem folgende Produktgruppen hinnehmen: Molkereiprodukte und Eier (+ 22,6 Prozent), Speisefette und Öle (+ 30,4 Prozent) sowie Brot und Getreideerzeugnisse (+ 8,9 Prozent).

Die Teuerungen im Indexbereich Verkehr (+ 6,7 Prozent gegenüber Dezember 2006) waren vor allem bedingt durch Preissteigerungen für Kfz-Kraftstoffe: Dieselkraftstoff + 19,3 Prozent, Normalbenzin + 14,0 Prozent und Superbenzin + 12,1 Prozent.

Bekleidung wurde vor allem für die Damen teurer (+ 8,6 Prozent; Herrenbekleidung: + 4,2 Prozent, Kinderbekleidung: + 2,7 Prozent). Die Schuhpreise fielen insbesondere für Kinder mit + 7,2 Prozent deutlich höher aus als noch vor Jahresfrist.

Den Kosten der so genannten zweiten Miete können die Verbraucher i. d. R. nicht ausweichen, sodass die gegenüber dem Vorjahresmonat nachgewiesene Verteuerung von z. B. Strom (+ 6,2 Prozent), Heizöl (+ 26,0 Prozent), festen Brennstoffen (+ 7,5 Prozent), Zentralheizung/Fernwärme (+ 2,5 Prozent) sowie der Abwasserentsorgung (+ 7,8 Prozent) Wohnungseigentümer und Mieter gleichermaßen belastet.


Ähnliche Beiträge