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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Verbindliche Strukturen im Schulsystem gefordert

NDR 1 Radio MV: Landesschulbeirat appelliert an Parteien, sich für verbindliche Strukturen im Schulsystem zu verpflichten.

Eine Erklärung des Landesschulbeirates gegen Veränderungen in der Schulstruktur stößt bei den Parteien und Landtagsfraktionen offenbar auf wenig Gegenliebe. Nach Informationen von NDR 1 Radio MV unterstützen nur die Christdemokraten das Vorhaben des Gremiums.

In dem Bildungsmemorandum sollten Parteien und Fraktionen erklären, dass sie nach der Landtagswahl an der vierjährigen Grundschule und an der zweijährigen Orientierungsstufe festhalten. Auch die Struktur von Regionalschulen, Gymnasien und Gesamtschulen soll nach dem Willen des Landeschulbeirates bleiben.

Der CDU-Landesvorsitzende, Innenminister Lorenz Caffier, spricht sich für – so wörtlich – „Ruhe und Kontinuität in der Schulstruktur“ aus, wie aus der Stellungnahme hervorgeht, die dem NDR vorliegt.

Ähnlich sieht das die FDP, auch wenn sie sich nicht verbindlich festlegen will. Die Liberalen sprechen von „ideologisch motivierten Eingriffen“ in das Schulgesetz in den vergangenen Jahren. Veränderungen hätten die Qualität des Unterrichts nicht verbessert, schreibt der FDP-Landevorsitzende Christian Ahrendt. Der Fachausschuss der Partei erarbeite derzeit die bildungspolitischen Ziele für die nächste Legislaturperiode.

Auch die Linksfraktion lehnt eine Selbstverpflichtung ab. Es sei nicht absehbar, wie sich die Schullandschaft in fünf Jahren entwickle, so Linken-Fraktionschef Helmut Holter. Die SPD-Fraktion will das Vorhaben erst nach der Sommerpause diskutieren.

Der Landesschulbeirat unterstützt das Bildungsministerium in grundlegenden Schulfragen. Er setzt sich zusammen aus Lehrer-, Schüler-, Elternvertretern, Gewerkschaften, Verbänden und Kirchen.


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