Weitere Wörter des Jahres vom Heimatverband gekürt…

Rostock – Neuer Markt. Foto: M.M.

Ende Mai wurde in M-V nicht nur für Europa und die Kommunen im Land gewählt, nein, auch die „Plattsnacker“ hatten eine ganz spezielle Wahl…

Der Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern und das Fritz-Reuter-Literaturmuseum kürten nämlich auch in diesem Jahr das schönste Wort, die schönste Neuschöpfung und die liebste Redewendung im Plattdeutschen.

Das Plattdeutsche Wort des Jahres 2019 heißt „utklamüsern“- hochdeutsch: austüfteln, herausfinden, auskundschaften/forschen. Mancherorts sagen Plattsnacker auch „utklamüstern“.

In der Kategorie aktueller Ausdruck gewann „fuurtsen-roewertrecken-Code“ (für QR-Code).

In der Kategorie Redensart setzte sich durch: „He röögt dat Muul as de Katteker den Steert.“ (Er hat ein flinkes Mundwerk.)

„utklamüsern“ wurde eingereicht von Marco Höster aus Rostock. „fuurtsen-roewertrecken-Code“ sandte die andere Grundschule auf dem Lande, Groß Nemerow, ein. „He röögt dat Muul as de Katteker den Steert.“ schlug Karin Göbel aus Bargteheide vor.

Der Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern und das Fritz-Reuter-Literaturmuseum küren jedes Jahr das „schönste plattdütsche Wurt“. 2017 war es „Dwarsdriewer“ (Quertreiber/Querulant), 2018 „Hartpuckern“ (Herzklopfen).

Geehrt wurden auch schon Wörter wie „Ackerschnacker“ (Handy), „Lämmerhüppen“ (Diskothek) und „kommodig“ (angenehm oder bequem).

In diesem Jahr konnte die Jury aus nahezu 200 Einsendungen wählen – eine deutliche Steigerung.
Die Vorschläge kamen wieder aus dem gesamten plattdeutschen Sprachraum, woraus die variierende Schreibweise resultiert.

Innerhalb Norddeutschlands kamen besonders viele Vorschläge aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

Die drei siegreichen Vorschläge stammen aus Schleswig-Holstein und aus Mecklenburg-Vorpommern.

Ort für die offizielle Bekanntgabe des Plattdeutschen Wortes des Jahres 2019 war der 6. Plattdütsch-Bäukerdag in Rostock. 2020 werden wieder die (22.) Reuter-Festspiele in Stavenhagen Gastgeber sein.

Pressemitteilung von Marco Zabel, Direktor, Fritz-Reuter-Literaturmuseum (red. mm)