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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

„Tu Was!“ gegen den Klimawandel

Thomas Quasthoff, Till Brönner, Daniel Hope und die NDR Bigband in Ulrichshusen beim großen Benefizkonzert

2008 initiierte der Geiger und Künstlerische Partner der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern Daniel Hope zum ersten Mal „Tu was!” mit einem Benefizkonzert im Flughafen Berlin Tempelhof anlässlich des 70. Jahrestages der Reichspogromnacht. Hierzu hatte er seine musikalischen Freunde aufgerufen, gemeinsam in einem Konzert an die grauenvollen Taten des 9. Novembers 1938 zu erinnern.

Eine öffentliche Kunst-Collage, die bewegte! Nach diesem großen Erfolg kommt nun am 28. August 2010 um 17:00 Uhr „Tu was!” zurück – diesmal im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern in die beliebte Festspielscheune von Ulrichshusen. Mit diesem besonderen Konzert, das zusätzlich zum bereits bestehenden Festspielprogramm realisiert wird, möchte Daniel Hope gemeinsam mit Künstlerfreunden auf den drohenden Klimawandel aufmerksam machen. Die NDR Bigband, Thomas Quasthoff, Till Brönner, David Orlowsky, Sebastian Knauer und viele andere prominente Musiker und Unterstützer engagieren sich  für das „Rainforest Project“ von Prinz Charles gegen Klimawandel und die Zerstörung der Regenwälder.

Die ganze Veranstaltung wird klimafreundlich durchgeführt. Dazu können auch die Festivalbesucher beitragen, indem sie beispielsweise ihre Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln gestalten. Ein für diesen Zweck bereitgestellter Shuttle-Bus wird dafür sorgen, dass die Konzertbesucher, die per Bahn anreisen, ohne weitere Umstände vom Bahnhof in Waren zum Konzert nach Ulrichshusen gelangen.

Die Shuttle-Fahrzeiten sind wie folgt:
Waren Bhf: ab 15:35 Uhr / ab 16:30 Uhr
Ulrichshusen: an 16:00 Uhr / an 16:55 Uhr
Ulrichshusen: ab 19:50 Uhr / ab 21:00 Uhr
Waren Bhf: an 20:20 Uhr / an 21:30 Uhr

Auch von Künstlerseite aus wird eine klimafreundliche Anreise angesteuert, so nutzt u. a. die NDR-Bigband einen Hybridbus, den die Mercedes Benz AG zur Verfügung stellt.

Die konkreten Maßnahmen vor Ort reichen von regionaler und vegetarischer Küche (anteilig 50%) beim Catering über den Einsatz von Recyclingpapier für Programmhefte, Toilettenpapier und Servietten sowie die Benutzung von LED-Lampen. Weitere Maßnahmen sind eine Vorrichtungen zur Mülltrennung, der Verzicht auf warmes Wasser zum Händewaschen und der Einsatz von Mehrweggeschirr. Der Stromverbrauch der Veranstaltung wird darüber hinaus im Nachhinein von Eon Edis anteilig als Ökostrom berechnet. Außerdem werden sogenannte Strom-Checker vor Ort sein, die die Konzertbesucher über deren Stromverbrauch aufklären und beraten. Zum Abschluss des Konzerts erhält jeder Besucher eine Energiesparlampe.

Das Konzert wird durch die WEMAG-AG dementsprechend klimaneutral ausgerichtet. Hierzu wurden durch die co2online gemeinnützige GmbH die anfallenden CO2-Emissionen berechnet, um sie anschließend neutralisieren zu können. Kompensiert werden die Emissionen mittels Kauf von Waldaktien. Insgesamt hat die WEMAG 60 Waldaktien gekauft und finanziert somit die Anpflanzung von 60 Bäumen im Klimawald Golchen (60 Kilometer nord-östlich von Ulrichshusen).

„Die großartige Rainforest Kampagne von Prinz Charles gab mir den Anstoß, ein zweites „Tu Was!“ auf die Beine zu stellen. Ich habe mich mit seinem Büro in Kontakt gesetzt und ihm meine Unterstützung angeboten. Wenn wir es nicht schaffen, die maximale Aufmerksamkeit bald auf den Klimawandel und die Abholzung zu lenken, drohen unserem Planeten irreparable Schäden. Mit dem BP-Desaster wird es uns nochmals bewusst, wie sehr wir unserer Umwelt täglich schaden. Jeder kann einen Beitrag leisten, um die Situation auf seine Art zu verbessern, auch wenn es nur ein geringer zu sein scheint. Ich freue mich, dass meine Freunde und Kollegen bereit sind, mich bei diesem einzigartigen Konzert zu unterstützen. Wie beim ersten „Tu Was!“, werden wir wieder von der deutschen Politik unterstützt: dieses Mal durch Dr. Norbert Röttgen MdB, Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.“ (Daniel Hope)

Fernab, eingebettet in die wunderschöne Landschaft der Mecklenburgischen Schweiz bereitet nun die zauberhafte Idylle des 30-Seelen-Dorfes um Schloss Ulrichshusen die Kulisse für „Tu was!“. Als Ulrich von Maltzahn im Jahre 1560 seine Wasserburg erbaute, ahnte er wohl noch nichts von der wechselvollen Geschichte, die der wehrhaften Renaissance-Anlage bevorstand. Die Chronik berichtet von vielfacher Zerstörung, unter anderem während des Dreißigjährigen Krieges und beim großen Brand 1987. Nur die festen Mauern wurden damals verschont und die romantische Ruine war dem Verfall preisgegeben. Das ganze Dorf half mit, als die Nachkommen der Erbauer 1993 begannen, Park und Burg mit denkmalpflegerischer Vorsicht zu restaurieren. Aus der einstigen Ruine wurde ein kulturhistorisches Kleinod, das internationale Bekanntheit erlangte u. a. durch die Festspielauftritte von Lord Yehudi Menuhin und Anne-Sophie Mutter.

Nun werden sich im Herzen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern Daniel Hope, Thomas Quasthoff, Till Brönner, David Orlowsky die NDR Bigband und viele andere an diesem Abend mit einem großen Benefizkonzert gegen den Klimawandel einsetzen.

Karten für das Konzert, das Programm der Saison sowie alle weiteren Informationen sind im Internet unter www.festspiele-mv.de, telefonisch unter 0385 – 591 85 85 und an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Konzertbeginn. Die Abendkassengebühr beträgt 2,- Euro pro Karte.


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