Zum morgigen Theatergipfel in Schwerin erklärt die kulturpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Eva-Maria Kröger:

Das Mecklenburgische Staatstheater in Schwerin. M.M.

„So langsam reift offenbar auch bei der Landesregierung die Erkenntnis, dass eine seit 2012 von meiner Fraktion geforderte Theaterkooperation besser ist als eine Zwangsfusion. Deshalb war es nur konsequent, die kulturpolitisch katastrophale Theaterreform im Ostteil des Landes zu kippen.

Ebenfalls wie lange von meiner Fraktion gefordert will die Landesregierung endlich mit den Betroffenen reden. Anstatt ministerielle Arbeitsgruppen die Lage lediglich aus finanzieller, juristischer oder verwaltungstechnischer Sicht beurteilen zu lassen, sollen Vertreter der theatertragenden Kommunen sowie die künstlerischen und wirtschaftlichen Theaterleitungen zu Wort kommen.

Das ist ein erster Schritt, dem hoffentlich die Erkenntnis folgt, dass das Land die Zuschüsse für die Theater nach fast 22 Jahren endlich den Realitäten anpassen und hochfahren muss. Meine Fraktion erwartet, dass die Spielstätten des Landes nach Jahren der Gängelei, der Angst und Unsicherheit wieder eine klare kulturpolitische Zukunft erhalten, in der die Bedürfnisse der Häuser und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorne stehen und nicht die Schwarze Null.“

Pressemitteilung / Die Linke.Fraktion im Landtag M-V


Anmerkung MM:

Das Theaterkonzept von Herrn Brodkorb ist gescheitert – das sah letztendlich auch die Landesregierung unter Frau Schwesig ein. Das Geld für eine solide, nachhaltige und perspektivische Theaterfinanzierung ist nämlich reichlich vorhanden. Dafür sorgten die Steuerzahlerinnen bzw. Steuerzahler hierzulande und das zahlende Publikum aus M-V und weit darüber hinaus. Hoffentlich erweckt die Landesregierung nicht den Eindruck, als käme das neue „Theater-Geld“ aus den Privatschatullen der SPD- und CDU-Politiker im Landtag. Diese Hoffnung ist alerdings nur ein „frommer Wunsch“ ist. – Daher ist es immer wieder wichtig „anzumerkeln“, woher das Geld tatsächlich stammt!