20-Jähriger bereits mehrfach polizeibekannt

Intensive kriminalpolizeiliche Ermittlungen der Rostocker Polizei führten gestern zur Festnahme eines Tatverdächtigen, der vermutlich für fünf Raubüberfälle im Stadtteil Groß Klein verantwortlich ist.

Der 20-Jährige wurde am Nachmittag des 19.10.2011 in seiner Wohnung im Rostocker Stadtteil Groß Klein festgenommen. Die Ermittler waren ihm auf die Spur gekommen, nachdem eines der Opfer den Mann in der Täterlichtbildkartei der Polizei wiedererkannt hatte. Bei der Durchsuchung der Wohnung des Tatverdächtigen wurden sowohl die Kleidungsstücke aufgefunden, die er laut Beschreibung der Opfer bei den Überfällen getragen hat, sowie auch ein Teleskopschlagstock und eine Pistole. Die sichergestellte Pistole war nicht beschussfähig.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde Haftbefehl für den 20-Jährigen erlassen. Die Ermittlungen gegen den mehrfach polizeibekannten Rostocker mit russischer Abstammung dauern weiter an.

Die Polizei war am Montagmorgen über Notruf alarmiert worden, nachdem der Täter innerhalb weniger Minuten zwei Passanten vor dem Klenowtor mit einer Waffe bedroht und die Herausgabe von Bargeld gefordert hatte. Im Verlauf des Tages hatten sich dann zwei weitere Opfer bei der Polizei gemeldet. Die beiden Frauen waren ebenfalls am Morgen des 17.10. von dem jetzt ermittelten Tatverdächtigen mit einer Pistole bedroht und zur Herausgabe von Geld bzw. Zigaretten aufgefordert worden. Ein fünfter Fall, der am 18.10.2011 per Internet angezeigt wurde, weist deutliche Parallelen zu den bereits bekannten Vorfällen auf. Ein 37-jähriger Rostocker wurde ebenfalls in den frühen Morgenstunden im Kleinen Warnowdamm auf dem Weg zur S-Bahn-Haltestelle überfallen. Er bekam mit einem Schlagstock Schläge auf den Kopf, weil er dem Räuber keine Zigaretten gab.