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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

TANZTENDENZEN in Schwerin, Greifswald und Stettin

Festival für zeitgenössischen Tanz erstmals gleichzeitig in drei Städten

Foto © Silke Winkler: v.l.n.r.: Jutta Ebnother (Ballettdirektorin des Mecklenburgischen Staatstheaters), Lars Tietje (Generalintendant des Mecklenburgischen Staatstheaters), Franziska Lüdtke (Festivalkoordinatorin TANZTENDENZEN)

Vom 23. bis 26. Oktober steht während des Festivals TANZTENDENZEN der zeitgenössische Tanz im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit in Schwerin, ebenso wie – zeitgleich und grenzübergreifend – in Greifswald und Stettin. In diesem Jahr werden die TANZTENDENZEN erstmals als Kooperation von Hebebühne e.V. und Theater Vorpommern mit Mecklenburgischem Staatstheater und Opera na Zamku w Szczecinie veranstaltet und erschließen mit Schwerin und Stettin zwei neue Bühnen
für den zeitgenössischen Tanz. Die Zusammenarbeit zwischen dem Mecklenburgischen Staatstheater und dem Festival wurde am Montagmittag bei einem gemeinsamen Pressetermin vorgestellt.

Die TANZTENDENZEN 2018 bieten ein kontrastreiches Programm vom Solo bis zum Ensemblestück mit Compagnien aus Deutschland, Schweden, Polen, den Niederlanden und der Schweiz. In Schwerin finden die TANZTENDENZEN auf den Bühnen des Mecklenburgischen Staatstheaters (E-Werk und Großes Haus) sowie im Foyer der Musik- und Kunstschule Ataraxia statt.

Zum Festivalauftakt im E-Werk am 23. Oktober zeigt die niederländische Compagnie de Stilte, Tanztheater-Spezialisten für junges Publikum, mit „Fliegende Kuh“ ein Stück voll Fantasie, Charme und Humor für Kinder ab vier Jahren, dass auch Erwachsene in seinen Bann zieht.

Ebenfalls im E-Werk ist am 24.10. das Solostück „Exceso de la nada“ der Cooperativa Maura Morales die erste Abendvorstellung der TANZTENDENZEN zu sehen. „Exceso de la nada“ (Überfluss des Nichts) ist eine intensive Auseinandersetzung der Tänzerin und Choreographin Maura Morales mit
ihrer Heimat Kuba.

Das Solo besticht durch die starken, nuancierten choreographischen Bilder, mit denen Morales dem ambivalenten Verhältnis zu ihrer Heimat Kuba tänzerischen Ausdruck verleiht. Am gleichen Abend
ziehen die TANZTENDENZEN um ins Große Haus, wo die schwedische Compagnie Iraqi Bodies sich in ihrem Stück „Rite of Exile: Silent Scent“ auf der Grundlage von Dantes „De vulgari eloquentia“ und „Die göttliche Komödie“ den Themen Tugend und Hölle widmet.

Dabei verschmelzen sie allegorische Themen aus Dantes „Inferno“ mit traumatischen Themen der Gegenwart zu einer berührenden und lyrischen Performance. Der Vorstellungsbeginn ist jeweils so gelegt, dass interessierte ZuschauerInnen die Möglichkeit haben, beide Stücke zu sehen. Den zweiten Abend im Großen Haus bestreitet am 25.10. die Kölner Compagnie Mouvoir/Stephanie Thiersch mit
„Bronze by Gold“. In Stephanie Thierschs atemberaubender Choreographie schrauben sich sieben TänzerInnen und ein Streichquartett angetrieben vom Live-Mix eines DJs in einen eskapistischen Tanz- und Musikrausch, der als Party beginnt und allmählich beunruhigende Züge annimmt.

Zum Abschluss der TANZTENDENZEN sind am 26.10. zwei Stücke aus Polen und der Schweiz zu erleben. ?ukasz Przytarski, Tänzer und Bildender Künstler aus Gdynia, zeigt um 18.30 Uhr im Foyer der Musik- und Kunstschule Ataraxia mit „Weld“ eine 15-minütige choreographische Installation, die – inspiriert von Arbeiten der amerikanischen Bildhauer John Chamberlain und Fletcher Benton – den Körper als bewegliche Skulptur präsentiert. Der Eintritt ist frei.

Im E-Werk zeigt die Schweizer Compagnie Linga mit „Solographies“ anschließend ein Trio, in dem drei Tänzerinnen das Solo als Ausdruck eines intensiven Dialogs mit den Choreographen und der direkten Kommunikation mit dem Publikum wählen. Dabei hinterfragen sie – jede auf ihre Weise – die immer wieder empfundene Notwendigkeit die Konventionen zu brechen.

Begleitend ermöglichen Publikumsgespräche im Anschluss an die Vorstellungen inhaltliche Vertiefung und direkten Austausch mit den KünstlerInnen.

Detaillierte Informationen zu allen Stücken und Compagnien sowie das vollständige Programm der TANZTENDENZEN an allen Spielorten finden Sie auf „tanztendenzen.de“ und in der Festivalbroschüre, die in den beteiligten Spielstätten ausliegt und auf der Festival Website zum Download bereit seht.

Kartentelefon: 0385 53 00-123;
kasse@mecklenburgisches-staatstheater.de

Pressemitteilung des Mecklenburgischen Staatstheaters


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