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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Taekwondo im Fokus

Nachgefragt bei Christine Worbs

Zum fünften Mal wurden 2016 olympische Entscheidungen im Taekwondo ausgetragen und Athletinnen bzw. Athleten aus 20 Ländern erkämpften in Rio Taekwondo-Medaillen.

Olympische Goldmedaillen gewannen Südkorea (Kim So-hui im Fliegengewicht bzw. Oh Hye-ri im Weltergewicht, jeweils Frauen), China (Zheng Shuyin im Schwergewicht der Frauen bzw. Zhao Shuai im Fliegengewicht der Herren), Großbritannien (Jade Jones im Federgewicht der Frauen), Jordanien (Ahmad Abu-Ghaush im Federgewicht der Herren), die Elfenbeinküste (Cheick Sallah Cisse im Weltergewicht der Herren) und Aserbaidschan (Radik Isayev im Schwergewicht der Herren).

…nach M-V

Auch hierzulande gab es spannende Taekwondo-Wettkämpfe. Beim 12.Warnow-Cup in Rostock gewann Tangun Hamburg die Vereinsgesamtwertung. Bei den besonderen Landesmeisterschaften M-V 2016 in Anklam, gefeiert wurden 25 Jahre Taekwondo-Union Mecklenburg-Vorpommern, sicherte sich der Budo-Verein Anklam den Wettkampfpokal. Den Wanderpokal Poomsae errang der Taekwondo Hochschulsport Rostock.

Zuletzt, beim Elde-Cup (Poomsae) Mitte Oktober in Parchim, wurde Blau-Weiss Parchim beste Mannschaft, gefolgt von der HSG Uni Greifswald und dem Taekwondo Hochschulsport Rostock.

Wie beurteilt nun Christine Worbs vom  Taekwondo Team Rostock / UK Sportive die zurückliegenden Wochen?!

„Konnten einige Erfolge erkämpfen…“

Frage: Das Jahr 2016 geht für die Taekwondoka ja auch in den Endspurt. Welche Höhepunkte gab es 2016 für Ihr Team?

Christine Worbs: Im Jahr 2016 gab es einige Höhepunkte, unter anderem die Teilnahme von meinem Mann  Felix an den G1-Turnieren mit deutlichen Leistungssteigerungen von Turnier zu Turnier. So konnte er einige Erfolge erkämpfen – beim  Bundesranglistenturnier „Bavaria Open“ den ersten Platz, den  zweiten Platz beim „Internationalen NRW-Masters“ und den dritten Platz bei den „Berlin Open“. Zudem waren Turniersiege bzw. Platzierungen aller Team-Mitglieder bei nationalen sowie internationalen Turnieren in Deutschland bzw. in Polen und zwei Nominierungen für den Hamburger Kader zu verzeichnen. Durch diese Leistungen steht Felix im Moment an Nummer vier der deutschen Rangliste.

Frage: Wie ist ansonsten der Zuspruch der jungen Sporttalente zum Taekwondo?

Christine Worbs: Aufgrund der wenigen bezahlbaren Trainingsmöglichkeiten können wir unser Team nicht weiter ausbauen. Wir stoßen bereits jetzt an unsere Möglichkeiten. Leider…

Frage: Noch „ein Wort“ zu Rio… Wie lautet Ihr Resümee zu den olympischen Taekwondo-Wetkämpfen 2016?

Christine Worbs: An die Bronzemedaille von 2012 durch Helena Fromm im Weltergewicht konnten die deutschen Taekwondo-Sportlerinnen und -Sportler in Rio nicht anknüpfen. Das ist sehr schade. Das momentane Regelwerk lässt nicht mehr zu. Die Kämpfe sind wenig attraktiv. Noch 2012 in London waren die Kämpfe deutlich anziehender und Taekwondo wirklich sehenswert. Wir hoffen, dass Taekwondo durch die geplanten Regel-Änderungen mehr Zuspruch erfahren wird. Für Tokyo 2020 wünschen wir uns zudem mehr deutsche Teilnehmer.

Letzte Frage: Welche Highlights warten 2017?

Christine Worbs: Im Januar 2017 steht im Hamburg das G1-Turnier „German Open“ auf dem Plan. Weitere internationale und nationale Turniere sowie Lehrgänge sind ebenfalls auf der Agenda.

Vielen Dank, weiterhin alles Gute und maximale Erfolge!

Marko Michels

 


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