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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Suchtprävention: Startschuss für Seite zum Abschalten

Sozialministerin Manuela Schwesig hat heute den Startschuss zu einer neuen, bislang bundesweit einmaligen Initiative gegeben.

Ein Klick genügt und unter www.mediensucht-mv.de können sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend zum Thema ausufernde Nutzung von Fernsehen, Handy und Computer nebst Internet informieren. „Wir helfen abzuschalten“, ist der Untertitel der neuen Internetseite.

„Wir müssen hinschauen und zuhören, statt Kinder und Jugendliche mit dem Fernseher oder dem Internet allein zu lassen“, fordert Sozialministerin Manuela Schwesig, und zwar von Eltern und Lehrern sowie Sozialpädagogen, aber auch von Bekannten und Freunden. Auf dieser neuen Internetseite, die von der Landeskoordinierungsstelle für Suchtvorbeugung (LAKOST) betreut wird und vom Ministerium für Soziales und Gesundheit in diesem Jahr mit 6.300 Euro gefördert wird, finden Interessenten Beratungs- und Behandlungsangebote in Mecklenburg-Vorpommern. Für Eltern, Lehrer und Sozialpädagogen werden Informationen bereitgestellt. In moderierten Foren und Chats wird es die Möglichkeit zum Austausch und zur persönlichen Beratung geben.

„Was Prävention, Beratung und Behandlung bei Mediensucht betrifft, sind wir Vorreiter“, sagte Schwesig. Seit 2009 fördere ihr Ministerium ein Modellprojekt zur Prävention und Beratung von Mediensucht der Evangelischen Suchtkrankenhilfe Mecklenburg gGmbH mit jährlich 23.000 Euro. Insgesamt stelle man jährlich für die integrierte Suchtberatung, dahinter verbergen sich 25 Beratungsstellen im Land mit über 80 Fachkräften, jährlich 1,9 Millionen Euro zur Verfügung. „Medien werden von den Eltern angeschafft und somit sind sie auch aufgefordert, ihre Medienkompetenzen auszubauen, um Kinder und Jugendliche bei diesem Thema besser zu unterstützen“, sagt Birgit Grämke von der Landeskoordinierungsstelle für Suchtvorbeugung MV.

Dr. Detlef Scholz von der Beratungsstelle für exzessive Mediennutzung und Medienabhängigkeit der Evangelischen Suchtkrankenhilfe ergänzt: „Mediensucht ist kein konstruiertes, sondern ein tatsächlich existierendes Problem, das in vielen Familien ernsthafte Konflikte verursachen kann.“


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