Studierende brauchen Vorschläge statt Betroffenheit

Hans Kreher, hochschulpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion M-V, erklärt zu den aktuellen Studentenprotesten:

„Der Streik der Studierenden wird von allen Seiten mit Betroffenheit erstickt, wohl aus Strategie, um sich der Eigenverantwortung zu entziehen. Die FDP-Fraktion hat schon im September einen 10-Punkte Antrag zum Bologna-Prozess und entsprechende Änderungen für den aktuellen Doppelhaushalt vorgelegt, die von der Landesregierung komplett ignoriert wurden. Unsere zentralen Forderungen sind:

– Berufstauglichkeit von Bachelorabschlüssen überprüfen. Das Land und die Hochschulen müssen die Studiengänge entrümpeln und entsprechende Eingruppierungsregelungen für Bachelorabsolventen schaffen.

– Angemessene Finanzierung der Hochschulen. Die Grundfinanzierung für die betrieblichen Mittel der Hochschulen muss verdoppelt werden. Wir brauchen mehr finanzielle Autonomie damit Hochschulen flexibler auf die Bedürfnisse steigender Studierendenzahl eingehen können.

– Bessere Studienfinanzierung. Das heißt Aufbau von Stipendiensystemen wie z. B. in NRW mit einer Beteiligung der freien Wirtschaft. Zudem muss das Angebot von Teilzeit-Bachelor-Studiengängen ausgeweitet werden.

Die Studenten brauchen keine Worte der Betroffenheit sondern konkrete Handlungsvorschläge! Statt den schwarzen Peter weiterzureichen, sollte die Landesregierung die Forderungen der Studierenden ernst nehmen und die FDP-Forderungen zeitnah umsetzen.“

Sascha Zimmermann