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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Studie zeigt: Klimaziele in MV werden nicht erreicht

Erklärung von Jürgen Suhr, Landesvorstandssprecher Bündnis 90/Die Grünen in M-V

JSGDie neue Studie des Arrhenius-Institutes aus Hamburg bestätigt die Kritik der GRÜNEN an der Klimapolitik der Landesregierung, so Jürgen Suhr, Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen.

Es wird erneut deutlich, dass das geplante Kohlekraftwerk in Lubmin nicht nur eine Gefahr für den Klimaschutz ist, sondern auch wirtschaftspolitisch bedenklich ist. Wie die Studie deutlich zeigt, legt die Landesregierung unzureichendes Zahlenmaterial zu Grunde und rechnet sich so die Emissionswerte schön.

„Das hoch gesteckte Ziel der großen Koalition, dass M-V einen wirklichen Beitrag zur Erfüllung der Klimaziele beiträgt, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu erreichen. Es werden Tatsachen absichtlich nicht berücksichtigt, wie z. B. der Handel mit Emissionsrechte ab 2013. Diese Zukäufe werden den Strom aus Kohle deutlich verteuern“, so Suhr.

Das Kohlekraftwerk Lubmin wird nicht zum Sinken der Strompreise beitragen, statt dessen werden steigende Kohlepreise, erhöhte Netzentgelte und stärkere Konkurrenz um CO2-Emissionszertifikate mittelfristig Preissteigerungen verursachen.

Die Ausbauziele im Bereich der erneuerbaren Energien sind, wie von den GRÜNEN schon mehrfach dargelegt, wenig ambitioniert. Sowohl Windkraft, Biomasse als auch Photovoltaik könnten stärker ausgebaut und damit  günstigen Voraussetzungen in unserem Land genutzt werden. So hat der Deutsche Wetterdienst für 2008 einmal mehr M-V die meisten Sonnenstunden ganz Deutschlands bescheinigt.

Das Konzept „Energieland 2020“ zeigt in aller Deutlichkeit das Versagen der Landesregierung beim Klimaschutz und die Verantwortungslosigkeit gegenüber den nachfolgenden Generationen.

In der Anlage finden Sie einen Auszug aus dem Konzept der Landesregierung. Auf Seite 106 wird der Anstieg der CO2-Emissionen aus M-V von rund 10 auf  25 Millionen t/Jahr dokumentiert.

Auf Seite 97 wird unter dem Ziel „ Anteil der Kraftwärmekopplung steigern“ dokumentiert, dass mit den Gas- und Kohlekraftwerken in Lubmin der Anteil des Stroms aus Kraft-Wärme-Kopplung von 74 auf 25 Prozent sinken wird.


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