Skip to main content

Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Stein: Bestehende Probleme nicht ignorieren

Der integrationspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Peter Stein, weist im Zusammenhang mit der Diskussion um die Aussagen von Thilo Sarrazin darauf hin, dass es in den letzten Jahren neben vielen guten Fortschritten bei der Integration im wesentlichen einen Fehler der Politik gegeben habe.

„Vor lauter ‚Multikulti-Gerede’ wurden die Sorgen der Bevölkerung ignoriert und die tatsächlich bestehenden Probleme nicht angesprochen. Das muss sich ändern. Wenn das Buch von SPD-Mann Thilo Sarrazin hier helfen kann, wäre wenigstens dieses ein gutes Ergebnis. Herr Sarrazin spricht, wenn auch überspitzt an, was vielen Bürgern auf der Seele brennt“, so Peter Stein.

„Es geht keineswegs um die Artikulation einer dumpfen Angst vor Fremden. Es geht vielmehr darum, wie wir die sozialen und wirtschaftlichen Grundlagen für eine demokratische und tolerante Gesellschaft in unserem Land erhalten können – für unsere Kinder.

„Viele, die im Bildungsbereich von Kita bis Berufsschule aktiv sind erleben, dass es zunehmend Eltern gibt, die ihren Kindern nicht das nötige Rüstzeug mitgeben können oder wollen. Dies trifft bei deutschen Eltern genauso zu wie für Elternhäuser, in denen Deutsch nicht die Muttersprache ist. Um diese Kinder und Jugendlichen müssen wir uns deshalb besonders kümmern“, so Peter Stein. „Deshalb haben wir in Mecklenburg-Vorpommern den Bildungsplan 0 bis 10 entwickelt und in der Selbstständigen Schule individuelle Unterstützungssysteme auf den Weg gebracht. Auch die BildungsChipCard, die Bundesministerin von der Leyen jetzt testen will, könnte durchaus hilfreich sein. Unter dem Strich bleibt ganz besonders festzustellen, dass es – jedenfalls in unserem Bundesland – eine große Mehrheit ausländischer Mitbürger gibt, die sich alle Mühe geben, gute Nachbarn zu sein und sich in die deutsche Gesellschaft integrieren wollen. Diese positiven Beispiele müssen wir herausstellen! Nur sie können uns helfen, die Integration insgesamt voranzubringen, auch in den Familien der Migranten“, so Peter Stein.

Jutta Hackert


Ähnliche Beiträge