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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Stars für Stuttgart

Schüler der Regionalmusikschule Malchin brillierten beim Landeswettbewerb

„Die Aufregung war schon sehr groß“, berichteten die Teilnehmer. Über 200 Schüler aus ganz Mecklenburg-Vorpommern hatten sich auf den Weg nach Rostock gemacht, um dort am vergangenen Wochenende zu musizieren. Grund dafür: der 21. Landeswettbewerb „Jugend musiziert“. Die fünf Schüler der Musikschule Malchin haben sich im Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ mit ihren Leistungen für den Landeswettbewerb qualifiziert und durften am Sonnabend und Sonntag in den ehrwürdigen Räumen der Rostocker „Hochschule für Musik und Theater“ und in dem neueröffneten „Haus der Musik“ ihre Programme vortragen.

Man könnte meinen, dass bei so vielen Konzerten und Vorspielen, die die Schüler in den letzten Monaten absolvierten, Routine eingekehrt sei. Ein solch großer Auftritt in diesem Rahmen lässt die Aufregung jedoch wiederkehren. Es ist eben doch eine Kunst, in diesem einen wichtigen Moment alles genau richtig zu machen. In nur sieben bis 18 Minuten (je nach Altersstufe) müssen sie überzeugen. Jeder Ton und jede Pause muss sitzen. Kein Finger darf danebengreifen. Die Jury muss begeistert werden. Und genau das haben die Musikschüler geschafft. „Die Teilnehmer können stolz sein, denn sie haben sich mit den besten Musikern in ihrem Alter gemessen und dabei hervorragend abgeschlossen!“ berichtet die Leiterin der Musikschule Karin Knöfel.

Eine „in sich geschlossene Performance“ zeigten die Musical-Mädchen: Eine viertelstündige Story mit Monologen, Schauspiel, Tanz und Gesang führten Saskia Libnow und Anni Springer auf. Und das mit Bravour: Saskia Libnow erhielt einen zweiten Preis zuerkannt und Anni hat sich neben dem ersten Preis die Weiterleitung zum Bundeswettbewerb ersungen und erspielt. Und das trotz einer Erkältung, die nicht nur die Konzentration sondern auch die Stimmbänder schwächt. „Jetzt geht‘s auf nach Stuttgart“ freut sich Anni über ihren Erfolg. Auch Lars Grünwoldt, der Gesangslehrer von Saskia und Anni, ist stolz: „Die beiden haben eine fantastische Show abgeliefert!“

Für eine weitere Überraschung sorgten Hagen Theodor Frick (Violine) und Florian Hinz (Klavier). Nicht nur, dass sie den ersten Preis und die Weiterleitung zum Bundeswettbewerb erhielten: Sie überzeugten mit dem von Hagens Violinlehrer, Volker Frick, eigens für das Duo komponierten Stück so sehr, dass die Jury sie für das Abschlusskonzert bestimmte. Dort musizierten sie auf der Bühne, auf der sogar Bildungsminister Brodkorb kurz zuvor betonte, dass die Musik für die Bildung einer Gesellschaft unabdingbar sei. Eine große Ehre, die nur wenigen Teilnehmern zuteilwird. So wird es für Bettina Berg, die Klavierlehrerin von Florian und Begleiterin von Anni Springer, eine besondere Reise – als ehemalige Stuttgarterin ist das sozusagen ein Heimspiel für sie.

Im Gegenteil zu Hagen und Florian, die schon das zweite bzw. fünfte Mal bei „Jugend musiziert“ teilnahmen, war die zehnjährige Marleen Alscher, Schülerin von Gitarrenlehrer Fridolin Zeisler, ein Neuling. Aufregend und ganz fremd war die geschäftige Welt rund um die Musik, mit den vielen Instrumenten, Musikern, Konzerten, Beratungsgesprächen und Extraproben. Als eine der jüngsten Spielerinnen, die beim Landeswettbewerb mitspielen durften, hat sie es geschafft, einen zweiten Preis zu erringen. Noch viel wichtiger ist jedoch, dass sie Feuer gefangen hat – auch im nächsten Jahr möchte sie wieder mitmachen. Dann aber im Gitarrenduo! Und damit ist sie nicht alleine – auch Saskia Libnow weiß schon jetzt, dass sie beim nächsten Wettbewerb in der Kategorie „Pop-Gesang“ antritt.

Karin Knöfel ist voller Freude und gratuliert: „Was unsere Schüler und Lehrer geleistet haben ist einfach wundervoll!“ Also lohnten sich die unzähligen Extrastunden, welche die Schüler mit ihren Lehrern im letzten Jahr in Vorbereitung des Wettbewerbes neben dem eigentlichen Unterricht absolviert haben. Schließlich ist es eines der besten Ergebnisse, das die Schüler der Regionalmusikschule Malchin seit der Gründung im Jahr 1990 erzielt haben.

Fridolin Zeisler


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