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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Sportliche Highlights zum Jahresende in M-V

Interview mit Box-Trainer Uwe Fox

Der November klang mit einem äußerst sportiven Wochenende aus. Handball, Volleyball, Schwimmen, der Wintersport natürlich, Fußball mit dem Hansa-Sieg, u.v.a.m. bestimmten die Sport-Schlagzeilen. Und ähnlich sportlich geht es weiter …

Nachgefragt bei Uwe Fox

„Ball-Doppel“ ist ein vorweihnachtliches Bonbon!

Frage: Bald ist zwar Nikolaus-Abend, vorher gibt es jedoch einerseits einen „Doppelschlag mit dem Ball in Schwerin“ – am 1. Dezember gibt es Volleyball-Bundesliga mit den SSC-Frauen und zweite Bundesliga mit den Post-Handballspielern – andererseits findet am 4. Dezember ein EM-Kampf im Boxen in der Sport- und Kongreßhalle statt. Was erhoffen Sie sich von den Schweriner Ballspielen am 1. Dezember? Was ist Ihre Prognose für den Box-Kampf?

Uwe Fox: Zu den Ballspielen: Es ist mit dem „Doppelschlag“ ein besonderes Bonbon zur Weihnachtszeit gelungen, das die Fans mit großer Sicherheit begeistern und annehmen werden. Schön wäre es, wenn es der SSC schafft, die Pokalpleite mit einem begeisterungsfähigen Spiel und einem Sieg wett macht und so in die Spur findet. Ja, und Post mit ihrem guten Trainer hat es sich praktisch „erabeitet“, dass Leistung wie auch Erfolg so passen, um ihre Fans zu begeistern.

Mit großer Spannung erwarten Mecklenburger Box-Fans das Auftreten der Universum-Boxer. Sie können sich mit großer Wahrscheinlichkeit auf spannende Kämpfe freuen. Hauptkämpfer und Europameister Alexander Dimitrenko hat versprochen, „Blut und Action“ für die Zuschauer zu bieten. Ex- Europameister Albert Sosnowski ist mit Vitali Klitschko über 10 Runden gegangen, ehe er sich geschlagen geben mußte. Es wird Dimitrenko also einiges abverlangt, will er seinen EM-Titel behalten und so ganz oben anklopfen.

Frage: Auch die Norddeutschen Box-Meisterschaften in Neustadt-Glewe und in Schwerin lockten die Sport-Fans. M-V war dabei sehr erfolgreich. Wie lautet Deine Einschätzung zum Geschehen im Boxring?

Uwe Fox: Mecklenburg-Vorpommern hat mit drei Titeln zwar den Pokal für die beste Mannschaft erkämpft, auch den Einzeltitel des besten Technikers für Clemens Busse gewonnen, ist meiner Meinung nach aber noch sehr weit vom internationalen Amateurboxen entfernt. Ihnen fehlt mutiges „Auf-Sieg-Boxen“. Das setzt neben guter Ausbildung in Technik, Taktik, vor allem auch körperliches, konditionsstarkes Fighten und unbändigen Siegeswillen voraus. Gerade das läßt zu wünschen übrig. Auf das Abschneiden unserer Boxer bei der Deutschen Männermeisterschaft bin ich schon jetzt sehr gespannt.

Ein Wort zu Neustadt-Glewe. Hier scheint die Hauptstadt des Amateurboxens von Mecklenburg-Vorpommern heranzuwachsen. Das Halbfinale der Norddeutschen Meisterschaften sowie alle bisherigen Box-Veranstaltungen waren restlos ausverkauft. Es herrschte Stimmung pur, die Anwesenheit aller Sponsoren wurde gebührend gefeiert. Schade, dass im Halbfinale der Norddeutschen dem Lokalmatador Marcel Siegesmund in letzter Sekunde der Sieg durch eine „Fehleinschätzung“ genommen wurde. Macher und Trainer Gerrit Elfert und sein Team hätten es alle Male verdient, einen Sieg für bisher gezeigte Leistungen zu bekommen.

Frage: Einiges getan hat sich auch in puncto Kanusport in MV … Helmut Hoerentrup folgte Rita Mielke an der Spitze des MV-Verbandes im Kanusport und steht damit einem der erfolgreichsten Fachverbände unseres Bundeslandes vor. Dabei hat der Kanusport hierzulande ohnehin eine einzigartige Erfolgsgeschichte.
Wie ist Ihre Meinung zum Kanu-Standort MV? Waren Sie selbst mal im „Faltboot“ aktiv?

Uwe Fox: Kanusport ist eine der wenigen Sportarten, die die Wende schadlos überstanden und immer konstant gute Leistungen bringen. Das setzt natürlich voraus, dass der Landesverband gut aufgestellt ist und die Trainings-und Wettkampfarbeit in den Vereinen funktioniert.

Natürlich hat unser Land mit den vielen Seen optimale Voraussetzungen, doch immer ist die Leistung des Menschen für jede Siegleistung oder aber auch Niederlage verantwortlich. Wenn mit Helmut Hoerentrup ein Mann an die Spitze des Landesverbandes gestellt wird, ist logischerweise ein Funktionieren garantiert …

Als ich in den 1980er Jahren in Neubrandenburg wohnte, hießen meine Nachbarn gegenüber des Wohnblocks Familie Dittmer. Durch das Sichten an den Schulen konnte ich mit ihnen sehr gut kontaktieren. So habe ich auch die Entwicklung der Dittmer-Kinder verfolgen können, die mich schon damals faszinierte. Ihre Entwicklung später erfreute mich dann besonders. Allerdings ist es bei mir nie zum Kanu-Versuch gekommen, obwohl ich es gerne probieren würde. Damals fehlte mir die Zeit, jetzt ein wenig die Muße.

Frage: Der Landessportbund und der Verband für Behinderten- und Rehasport in MV feierten am Samstag ihre 20. Geburtstage. Welche Bedeutung hat aus Ihrer Sicht das Wirken des LSB und VBRS?

Uwe Fox: Es ist sehr schön zu erleben, was die 20 Jahre gebracht haben. Unser Land ist in der Breite viel besser aufgestellt, hat in mehreren Sportarten Spitzenleistungen zu bieten. Aber auch, dass nun mehr für den Breitensport ausgegeben wird, ist sehr vernünftig. Sport in gutem Maße unter guten Bedingungen und natürlich unter guter fachlicher Anleitung ist doch das beste Rezept zur Gesunderhaltung.

Und was sich meiner Meinung nach im Behindertensport sowie auch im Rehasport getan hat, ist nahezu „gigantisch“, oder? Der Integrative Treff aus Rostock mit Frau Monika Beu an der Spitze schaffte es da immer wieder, neue Reize zu setzen und geht allen anderen mit bestem Vorbild voran. Das finde ich super. Und was erst der VBRS leistet, einfach enorm!

Frage: Britta Kamrau, Rostocks Ass im Langstreckenschwimmen, verzichtet auf einen olympischen Qualifikation, auf eine mögliche olympische Medaille zugunsten vorolympischen Baby-Glücks. Was zeichnet aus Ihrer Sicht die Erfolgsathletin Britta Kamrau aus?

Uwe Fox
: Britta Kamrau hat gezeigt, wozu sie in der Lage ist. Sie hat über Jahre hinweg gute bis sehr gute Leistungen gezeigt, ist ein Muster an Beständigkeit und Persönlichkeit. Sie wird deshalb bestimmt die neuen Herausforderungen meistern und ihren Weg gehen.

Vielen Dank!

Marko Michels


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