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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

„Sportiver Leckerbissen“ in der Handball-Hochburg Wismar

Länderspiel der A-Junioren zwischen Deutschland und Dänemark am 8.April 2009

PressekonferenzNach dem großen Erfolg im letzten Jahr, als die deutschen Handballspieler zur unmittelbaren Vorbereitung auf die EM in Norwegen bzw. auf Olympia in Peking zwei Länderspiele gegen Montenegro in Schwerin und in Rostock vor stimmungsvollen Kulissen bestritten, übertrug der Deutsche Handball-Bund Mecklenburg-Vorpommern weitere handballsportliche Aufgaben.

So wird am 8.April um 19.30 Uhr in der Sporthalle an der Bürgermeister-Haupt-Strasse in Wismar ein Länderspiel zwischen den A-Junioren-Nationalteams von Deutschland und Dänemark stattfinden. Und diese Begegnung verspricht ein richtiger sportiver „Leckerbissen“ zu werden, denn die deutschen A-Junioren sind amtierender Europameister und Vize-Weltmeister und gehen hoch motiviert in das Spiel gegen die dänischen Nachbarn.

Doch nicht „nur“ ein Junioren-Handballspiel gibt es für die Zuschauer in Wismar. Zudem absolvieren die deutschen und dänischen Handballspieler vom 5. bis 9.April ein Trainingslager in der Hansestadt, wobei diese die große Sporthalle nutzen und im Steigenberger Hotel Hamburg in Wismar ihr Quartier haben werden.

Außerdem darf in Wismar – handballsportlich betrachtet – nicht nur auf dem Spielfeld geschwitzt werden.
So werden 30 deutsche Trainer, darunter zahlreiche ehemalige erfolgreiche Nationalspieler, in Wismar einen Trainerlehrgang belegen, um ihre A-Lizenz zu erhalten.

TSGAuf der „idyllischen Pressekonferenz“ auf der Poeler Kogge im Alten Hafen in Wismar lobte Burkhardt Tiedt vom Veranstalter E.M.Promotion, die sich u.a. viel Renommee bei der Organisation von Box-Veranstaltungen und den genannten Handball-Länderspielen 2008 erwerben konnte, im Beisein von Bürgermeisterin Dr.Rosemarie Wilcken sowie Schwerins einstigem Handball-Ass Holger Schneider, jetzt Sportdirektor beim HC Empor Rostock, das Engagement der Hansestadt Wismar, die als offizieller Partner hinsichtlich der kommenden handballsportlichen Aufgaben fungiere.

ABDie Handball-Hochburg Wismar, die einstige Heimat solcher herausragender Handballerinnen oder Handballer, wie Andrea Bölk, zweifache Olympia-Teilnehmerin 1992/96, Weltmeisterin 1993, Vize-Europameisterin 1994, Heike Axmann, Weltmeisterin 1993, oder Jimmy Prüsse, u.a. Feldhandball-Weltmeister 1963, dürfte ein guter Gastgeber für die deutschen und dänischen Jugend-Nationalspieler bzw. für die ambitionierten Trainer sein.

TSGWie „handball-verrückt“ die Wismarerinnen und Wismarer sind beweisen sie regelmäßig bei den Heimspielen „ihrer“ TSG. So fand die für den sofortigen Wiederaufstieg in die zweite Bundesliga wichtige Partie gegen die Handballerinnen der Reinickendorfer Füchse vor knapp 1300 Zuschauern statt.

Den Weg zum Junioren-Länderspiel am 8.April sollten mindestens ebenso viele Handball-Fans finden. Karten ab 5,95 Euro gibt es bei E.M.Promotion unter der Telefon-Nummer 0385-5712375 (ab sofort). Vorverkaufsstellen sind auch die Tourist-Information Wismar und die Ostseezeitung Wismar (ab 9.März).

Zuvor gibt es allerdings noch einige wichtige Begegnungen in der Regionalliga für die TSG-Handball-Frauen, um die Tabellenführung zu verteidigen und um das Ziel „Wiederaufstieg“ zu erreichen.

„Mit Diana Sperling kam `frischer Wind` in das erste TSG-Damen-Team !“

Manager Klaus-Dieter Soldat über das Junioren-Länderspiel im April, das Leistungspotential der TSG Wismar und TSG-Trainerin Diana Sperling

Frage: Die TSG-Damen nehmen – trotz zuletzt nicht überzeugender Spiele – unbeirrt Kurs auf die zweite Bundesliga. Wie schätzen Sie die gegenwärtige Situation ein ?

KDSKlaus-Dieter Soldat: Sicherlich, in den letzten beiden Spielen, zu Hause gegen Reinickendorf (27:27) und auswärts gegen Spandau (21:20), stimmten die sportlichen Leistungen nicht. Gegen Reinickendorf sprach ich nach dem Spiel ja auch von einer „gefühlten Niederlage“. Am Wochenende wurde mit großem Kampfgeist ein schon fast verloren geglaubtes Spiel noch einmal umgedreht. Nur, sei wie es sei: Wichtig war es, dass keine Niederlage hingenommen werden musste und, dass letztendlich drei von vier möglichen Punkten geholt wurden. Die Mannschaft kann den Aufstieg aus eigener Kraft schaffen, sie darf sich aber keine weiteren Ausrutscher leisten. Das Leistungspotential, den sofortigen Wiederaufstieg in die zweite Bundesliga zu schaffen, hat Wismar.

Frage: Wie schätzen Sie die Arbeit von Trainerin Diana Sperling ein, die seit 14 Monaten die TSG betreut ?

DSKlaus-Dieter Soldat: Diana ist ein „Eigengewächs“ der TSG. Bereits als Spielerin zeichnete sie sich durch unermüdlichen Einsatz, Leidenschaft für den Handballsport und Willensstärke aus. Im Januar 2008 übernahm sie als Trainerin Verantwortung bei den ersten Damen der TSG – in einer schwierigen personellen und spielerischen Situation. Was man nicht vergessen sollte: Diana betreute bzw. betreut sowohl die ersten Damen und auch die weibliche A-Jugend. Gerade der Nachwuchs wurde mit Diana nordostdeutscher Meister und in der deutschen Meisterschaft Dritter – eine einmalige Leistung. Mit ihr kam zudem „frischer Wind“ ins erste Team. Es wurde und wird mehr im Training ausprobiert, auch viel gesprochen. Das Team ist konditionell schon sehr gut drauf. Auch die Mischung aus jüngeren und erfahrenen Spielerinnen stimmt. Dank des Einsatzes von Diana und ihrem Mann konnten sich die ersten TSG-Damen wieder stabilisieren, wurde wieder selbstbewusster und glauben an sich.

Frage: Wie beurteilen Sie die den Entschluß des DHB zur „eingleisigen Bundesliga“. Gerät damit die TSG in schwieriges finanzielles Fahrwasser ?

FKKlaus-Dieter Soldat: Ich halte die ab 2011/12 vorgesehene „Eingleisigkeit“ grundsätzlich für die falsche Entwicklung. Es sollen damit professionellere Strukturen geschaffen werden, die ich sowohl bei der TSG Wismar als auch viele andere Mannschaften bundesweit als sehr kompliziert ansehe, auch wirtschaftlich.
Ich habe mich als ehemaliges Vorstandsmitglied der HBVF (Ligaverband Frauen)als einziger Vertreter immer dagegen ausgesprochen. Sie wird sich in Flächenländern für den Frauenhandball kontraproduktiv auswirken.
Klaus-Dieter Soldat:

Frage: Wismar ist bald Gastgeber eines Handball-Länderspieles zwischen der männlichen A-Jugend aus Deutschland und Dänemark, verbunden mit einem Trainingslager und einem A-Trainerlehrgang. Für die Handball-Hochburg Wismar eine besondere Auszeichnung

TSGIch denke schon, dass es sehr interessant sein wird, wieder internationalen Handball in Wismar sehen zu können.
Dabei hoffe ich, dass das Wismarer Publikum beim Länderspiel am 8.April ähnlich begeistert sowie zahlreich in die Sporthalle kommen wird, wie bei den Heimspielen unserer ersten TSG-Handball-Damen.
Wir haben ja bislang insbesondere durch die Erfolge unserer Frauen und des weiblichen Nachwuchses unsere großen Zuschauer-Resonanzen erreicht. Aber ich hoffe dennoch, dass viele Fans den Weg in die Halle zum Junioren-Länderspiel finden werden.

Abschließende Frage: Wo steht die TSG Wismar am Ende der Saison ?

TSGKlaus-Dieter Soldat: Natürlich ganz oben in der Tabelle !

M.Michels

1.Foto: Franca Kühne und Jessica Oldenburg (Mitte) von der TSG Wismar. mm / 2.Foto: Auf der Poeler Kogge fand die Pressekonferenz zum Länderspiel in Wismar statt. mm / 2.1. Andrea Bölk, u.a. Weltmeisterin 1993. mm / 3.Foto: Konzentriertes Abwehrverhalten der TSG. mm / 4.Foto: Klaus-Dieter Soldat, der Manager der TSG-Handball-Damen. mm / 5.Foto: Diana Sperling – Brachte „frischen Wind“ in die erste TSG-Truppe . mm / 6.Foto: Eine Leistungsträgerin der TSG ist Franca Kühne (vorn). mm / 1.Foto: Senator Beyer, Burkhardt Tiedt (E.M.Promotion), Bürgermeisterin Dr.Wilcken, Holger Schneider (ganz rechts). / E.M. Promotion


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