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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Spannendes 2016 im Tischtennis-Sport

Zwischen internationalen und regionalen Herausforderungen / Nachgefragt beim Tischtennis-Verband M-V

Das Jahr 2016 wird auch tischtennis-sportlich betrachtet sehr abwechslungsreich. Regional gab es bereits einige Turniere und Meisterschaften, weitere werden im Laufe des Jahres folgen. Aus internationaler Sicht ist sicher das olympische Tischtennis-Turnier in Rio ein Höhepunkt.

Das olympische Tischtennis-Turnier vor vier Jahren in London 2012 bewies dabei einmal mehr als eindrucksvoll, dass in Asien, speziell in China, die besten Tischtennis-Asse der Welt zu finden sind. Alle vier Goldmedaillen gingen nach China – im Herren-Einzel an Zhang Jike, im Herren Team an Wang Hao, Zhang Jike bzw. Ma Long, im Damen-Einzel an Li Xiaoxia und im Damen-Team an Ding Ning, Guo Yue bzw. Li Xiaoxia.

Europa konnte dank der deutschen Tischtennisspieler lediglich zwei Bronzemedaillen in London erkämpfen. Dimitri Owtscharow gewann Bronze im Herren-Einzel. Timo Boll, wiederum Dimitri Owtscharow und Bastian Steger holten außerdem im Herren-Team Bronze.

Aber nicht nur unter den fünf olympischen Ringen gibt es natürlich 2016 großen Tennissport. Auch in Mecklenburg-Vorpommern gibt es in diesem Jahr interessante leistungs- und breitensportliche Turniere.

Wie beurteilt nun jedoch Dr. Georg Weckbach, Präsident des Tischtennis-Verbandes M-V, die kommenden tischtennis-sportlichen Monate?

Nachgefragt

Dr. Georg Weckbach zu den kommenden Tischtennis-Turnieren in M-V, zur Entwicklung der Sportart in M-V allgemein und den Zuspruch beim Nachwuchs

„Der Tischtennis-Sport steht auf soliden Beinen…“

Frage: Das Tischtennis-Jahr 2016 hat längst begonnen… Was erhoffen Sie sich tischtennis-sportlich vom neuen Jahr?

Dr. Georg Weckbach: 2016 wird für den Tischtennissport leider kein einfaches Jahr. Bedingt durch das Ende des Systems für unsere Punktspiel – tt-info – werden wir zur neuen Saison ein neues System einführen müssen – click-TT. Und das wird viel Aufwand in personeller und finanzieller Hinsicht erfordern.

Trotzdem erwarten wir in diesem Jahr erneut ein leichtes Wachstum unserer Mitgliederzahlen. Sportlich gesehen hoffen wir insbesondere auf gute Ergebnisse bei den Seniorinnen und Senioren auf norddeutscher Ebene und auf Bundesebene.

Im Nachwuchsbereich geht es leicht aufwärts und wir wünschen uns, dass diese erfreuliche Tendenz – qualitativ und quantitativ – fortgesetzt wird.

Frage: Es gab ja schon interessante regionale Turniere in M-V. Wie waren dort die Leistungen und Ergebnisse?

Dr. Georg Weckbach: Auf Landesebene gab es in diesem Jahr bereits die Meisterschaften der Damen und Herren, der Seniorinnen und Senioren sowie die Mannschaftsmeisterschaften der Senioren.

Die Pokal-Wettbewerbe befinden sich in der vorletzten Runde. Beachtlich war das Teilnehmerfeld der Damen – mit über 20 Damen haben wir seit Jahren nicht mehr die Meisterschaften gespielt. Bei den Seniorinnen und Senioren gab es erneut über 200 Starter insgesamt – diese Meisterschaft ist das größte Tischtennis-Turnier unseres Verbandes. Überregional führten wir die Norddeutschen Meisterschaften der Damen und Herren in Parchim durch – nur ein Herren-Doppel erreichte das Viertelfinale.

Besonders hervorheben darf ich die Durchführung all dieser Veranstaltungen – großes Lob seitens der Aktiven und des Norddeutschen Verbandes sind ein wunderbares Dankeschön.

Frage: In diesem Jahr findet das 47.Tischtennis-Turnier der Tausend in Neubrandenburg statt. Welche Bedeutung hat aus Ihrer Sicht dieses Turnier für den Tischtennis-Sport in M-V? Welche weiteren breitensportlichen Turniere gibt es ansonsten in M-V?

Dr. Georg Weckbach: Das Tischtennis-Turnier der Tausend in Neubrandenburg ist unser umfangreichstes Tischtennis-Breitensport-Ereignis. Gemischt mit zahlreichen Wettkämpfen werden wieder 1000 und mehr Aktive Freude am Tischtennis-Sport haben. Reserven sehe ich in der Nachhaltigkeit dieses Turnieres – es werden einfach nicht mehr Tischtennis-Mitglieder in den Neubrandenburger Vereinen.

Auch in Schwerin gibt es eine Tischtennis-Woche. Der Umfang ist etwas geringer, aber ebenfalls ein ausgezeichnetes Beispiel für die Werbung für den Tischtennis-Sport.

Im Nachwuchsbereich wird zudem der Städte-Cup mit vier großen Turnieren in der Saison ausgespielt. Dieser hat sich mit rund 150 Startern je Turnier super entwickelt.

Ein wichtiges Tischtennis-Turnier sind auch die „mini“-Meisterschaften und „Jugend trainiert für Olympia“ der Schulen.

Frage: Wie beurteilen Sie die Entwicklung des Tischtennis-Sportes in M-V allgemein und den Zuspruch der jungen Talente zum Tischtennis hierzulande?

Dr. Georg Weckbach: Der Tischtennis-Sport steht auf soliden Beinen – seit Jahren haben wir stets einen leichten Mitgliederzuwachs. Leistungssportlich hat unser Verband erhebliche Nachteile gegenüber anderen Verbänden in Deutschland: So haben wir zum Beispiel keinen hauptamtlichen Landestrainer.

Intensiv bemühen wir uns, diesen Nachteil durch Stützpunktarbeit und zentrales Training auszugleichen – dieses ist aber sehr schwer. Zu wenige Kinder und Jugendliche wollen im Tischtennis-Sport leistungssportlich trainieren – trotzdem sind gute Ansätze für die Zukunft gegeben.

Wir freuen uns, dass mit dem SV Aufbau Parchim und dem TSV Rostock Süd Herren-Teams in der Oberliga Nordost und mit dem 1. TTC Greifswald eine Mannschaft in der Verbandsoberliga mitspielen.

Vielen Dank, weiterhin bestes Engagement für den Tischtennis-Sport und maximale Erfolge für die Vereine des Tischtennis-Verbandes M-V!

Weitere Informationen unter: www.ttvmv.de .

Marko Michels

 

 


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