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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Sonnen-Energie als Chance

300 Forscher aus aller Welt verständigen sich über Chancen der Sonnen-Energie

Die Professoren Ralf Ludwig, Oliver Kühn und Dr. Sergey Bokarev (v.l.) freuen sich auf den Austausch mit Fach-Kollegen aus aller Welt (Foto: Universität Rostock / Thomas Rahr)

Erneut geben sich 300 Wissenschaftler aus aller Welt in Rostock die Ehre. Sie beraten vom 22. bis 26. September 2019 auf einem Symposium an der Universität der Hansestadt über die neuesten Entwicklungen in der theoretischen Chemie. Gastgeber sind Professor Oliver Kühn und Dr. Sergey Bokarev aus der Physik sowie Professor Ralf Ludwig aus der Chemie der Universität Rostock.

Die Spitzenforscher und Nachwuchswissenschaftler werden in über 50 Vorträgen und 200 Postern ihr Können unter Beweis stellen. Thema des Symposiums sind die „Spektroskopie und lichtinduzierte Dynamik“. Was so wissenschaftlich klingt, spielt in Natur und Technik eine wichtige Rolle. Lichtinduzierte Prozesse und Reaktionen sind in den Materialwissenschaften, der Medizin, der Biologie oder der Biochemie von großem Interesse. Sie entscheiden beispielsweise darüber, ob Sonnenenergie effizient genutzt werden kann. Was noch alles möglich ist, auch darüber wollen die Spitzen-Forscher sich austauschen.

Dabei ist für Professor Kühn klar: „Die theoretischen Chemiker und Physiker kommen nicht nur wegen des 600. Geburtstages zu unserer Alma Mater“. Die Forscher der Universität Rostock haben viel zu bieten. So spielt beispielsweise die Untersuchung von lichtinduzierten Prozessen in der Rostocker Forschung eine wichtige Rolle. Die photokatalytische Wasserspaltung unter Erzeugung von Wasserstoff sowie die Speicherung des Wasserstoffs in kleinen Molekülen sind wichtige Forschungsthemen in der Chemie und Physik der Universität Rostock und dem Leibniz-Institut für Katalyse. „Für eine optimale „Energiekonversion“, also die Umwandlung der Sonnenenergie in speicherbare und nutzbare Formen, „müssen die ablaufenden Prozesse genauestens verstanden werden“, betont Ralf Ludwig. Dabei spiele die theoretische Chemie eine zentrale Rolle.

In diesem Prozess ist die Qualifizierung und Förderung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein wichtiges Anliegen der Arbeitsgemeinschaft Theoretische Chemie (AGTC). Deshalb wird auf zwei Postersitzungen viel Platz für die Vorstellung und Diskussion neuer Erkenntnisse der Nachwuchswissenschaftler eingeräumt. Dazu gehört auch ein Poster-Slam: In nur einer Minute machen dabei junge Wissenschaftler und Forscher auf ihre Arbeiten aufmerksam. „Auf die Gewinner warten attraktive Posterpreise“, sagt Sergey Bokarev. Zudem vergibt die AGTC zu Ehren des Pioniers der Quantenchemie, Hans G. A. Hellmann, den Hellmann-Preis an ambitionierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die Veranstaltung findet vier Tage lang im Audimax auf dem Ulmencampus statt. Den Auftakt bildet eine „Welcome Reception“ im Rostocker Rathaus.

Die Tagung bietet auch für die interessierte Öffentlichkeit Spannendes. Am Montag, 23. September, um 16:50 Uhr findet im Audimax auf dem Ulmen-Campus ein allgemeinverständlicher Vortrag über Seehunde statt. Professorin Frederike Hanke vom Institut für Biowissenschaften und dem „Marine Science Center“ wird darüber berichten, wie die Sinne der Meeressäuger zur Orientierung, Navigation und Nahrungssuche beitragen. Spielt doch die Untersuchung von chemischen Sensoren als Grundlage der Sinnesorgane in der theoretischen Chemie auch eine große Rolle.

Das Programm der STC 2019 findet sich im Internet unter „stc2019.de“ .

Hintergrund:

Die Arbeitsgemeinschaft Theoretische Chemie (AGTC) fördert die Zusammenarbeit der auf dem Gebiet der Theoretischen Chemie tätigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Sie vertritt ihre Interessen gegenüber anderen Fächern und deren Verbänden. Als Arbeitsgemeinschaft wird sie von drei wissenschaftlichen Gesellschaften getragen, der Deutsche Bunsen-Gesellschaft für Physikalische Chemie (DBG), der Deutschen Physikalische Gesellschaft (DPG) sowie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh).

Pressemitteilung der UNiversität Rostock / Text: Wolfgang Thiel


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