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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Seidel entwickelt sich zum Klimakiller

Wirtschaftsminister Seidel glaubt die Senkung der CO2-Emissionen in MV um 36 bis 40 Prozent gegenüber 1990 auch dadurch erreichen zu können, dass das Steinkohlekraftwerk Lubmin gebaut wird.
„Wenn man Herrn Seidel nicht Unkenntnis vorwerfen will, dann ist dieses Argument ein bewusster Täuschungsversuch“, kommentierte der bündnisgrüne Landesvorstandssprecher Jürgen Suhr die Erklärung des Ministers.

Suhr: „Mit dieser Position entwickelt sich Herr Seidel endgültig zum Klimakiller in Mecklenburg-Vorpommern. Denn auch Herrn Seidel müsste bekannt sein, dass sich mit dem Kohlekraftwerk Lubmin die energiebedingten CO2-Emissionen aus M-V nach derzeitigem Stand bis 2020 von 10 auf rund 25 Mio Tonnen erhöhen werden. Dies wäre eine katastrophale Klimabilanz unseres Bundeslandes. Alle CO2-Einsparungen der letzten Jahre würden durch die Politik Seidels zunichte gemacht. Ich bedaure außerordentlich, dass ihm auch Koalitionspartner SPD viel zu wenig entgegen setzt.

Suhr kritisierte das Konzept des Landes als Sammelsurium: „Es wird keine klare Strategie verfolgt, schon gar nicht für den Klimaschutz. Der Ausbau der erneuerbaren Energien vollzieht sich weitgehend nach den Rahmenbedingungen des von den GRÜNEN initiierten Erneuerbaren Energien Gesetztes. Es fehlen jedoch darüber hinaus wirksame Impulse bei der Forschung und der praktischen Nutzung von Erneuerbaren Energien. Die Erhöhung der Biogasnutzung auf fast das 6-fache bis 2020 ist Schnee von gestern. Die bis 2020 angestrebten 600 GWh Strom aus Biogas sind bereits heute erreicht. Dies macht deutlich wie wenige ehrgeizig die Ziele beim Ausbau der erneuerbaren Energien sind.“


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