Waren im Wert von 13,4 Milliarden Euro aus MV exportiert

Das waren noch Zeiten: Manuela Schwesig als damalige Sozialministerin beim BUGA-Rundgang 2008. Zehn Jahre später Regierungschefin einer Großen Koalition in Schwerin. … War nun aber doch früher alles besser?! M.M.

Im Jahr 2017 wurden Waren im Wert von 13,4 Milliarden Euro aus Mecklenburg-Vorpommern exportiert oder ins Land importiert. Damit wurde der Außenhandelsrekord aus dem Jahr 2015 wiederholt.

„Ich freue mich sehr über dieses Ergebnis. Das zeigt, dass Mecklenburg-Vorpommern wirtschaftlich auf einem guten Weg ist. Export und Import schaffen wirtschaftliches Wachstum und sichern Arbeitsplätze bei uns im Land. Das stabile Exportergebnis zeigt, dass viele Unternehmen aus unserem Land inzwischen auf internationalen Märkten erfolgreich sind. Vom Import profitieren beispielsweise Häfen und Logistikwirtschaft“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig Ende März in Schwerin.

2017 wurden aus Mecklenburg-Vorpommern Waren im Wert von 7,1 Milliarden Euro exportiert. Das bedeutet ein etwa gleichbleibendes Niveau zum Vorjahr. Die wichtigsten Exportgüter waren Weizen (7%), Eisen-, Blech- und Metallwaren (5%) sowie Geräte zur Elektrizitätserzeugung und -verteilung (5%; u.a. Motoren, Schalter oder Schalttafeln).

Im Gegenzug wurden Waren im Wert von 6,3 Milliarden Euro nach Mecklenburg-Vorpommern importiert. Das ist der bisher höchste Wert. Die wichtigsten Importgüter waren Mineralölerzeugnisse (14%), Papier und Pappe (7%) sowie Ölfrüchte (5%; u.a. Oliven zur Ölgewinnung, Lein-, Sesam- und Mohnsamen sowie Sonnenblumenkerne).

„Unser gemeinsames Ziel muss es sein, den Außenhandel in den kommenden Jahren noch weiter zu steigern. Deshalb wird die Landesregierung weiter Unternehmen unterstützen, die im Außenhandel tätig sind oder neu ins internationale Geschäft einsteigen wollen. Zum Beispiel mit Informationsveranstaltungen, Wirtschaftsdelegationsreisen und der Förderung von Messeauftritten. Wir haben beim Außenhandel noch Wachstumspotenzial“, sagte die Ministerpräsidentin.

Auf der Liste der fünf wichtigsten Außenhandelspartner stehen dieselben Länder wie in den beiden Vorjahren, allerdings in veränderter Reihenfolge. Polen hat mit einem Volumen von 1,21 Mrd. Euro wieder Platz 1 auf der Liste der wichtigsten Außenhandelspartner des Landes übernommen. Die Niederlande, Spitzenreiter des Jahres 2016, landen 2017 mit einem Volumen von rund 1,06 Mrd. Euro auf Platz 2. Die Plätze 3 bis 5 belegen Russland (1,02 Mrd. Euro), Dänemark (963 Mio. Euro) und Finnland (704 Mio. Euro).

„Diese Zahlen machen deutlich, dass der Ostseeraum für uns besondere wirtschaftliche Bedeutung hat. Wir wollen die Kontakte zu unseren Nachbarn weiter ausbauen. Es wird im Sommer Gespräche mit der Wojewodschaft Westpommern unter anderem über den Ausbau unserer Wirtschaftsbeziehungen geben. Wir planen für den 17. Oktober den dritten Russlandtag in Rostock. Außerdem wollen wir Start-Up-Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern dabei unterstützen, im skandinavischen Raum Fuß zu fassen“, kündigte die Ministerpräsidentin an.

Pressemitteilung / Ministerpräsidentin M-V (red.)

Anmerkelung (MM): Na wenigstens wurde der Außenhandelsrekord auch ohne den exorbitanten Export von Strandkörben erreicht. Sogar auch ohne extremen Export von Rügener Käse und irgendwelchen missgelaunten vorpommerschen Wölfen. Dafür wurde aber viel Pappe eingeführt. Will frau/man hierzulande etwa die Massenproduktion des einst „so beliebten“ Trabbis wieder beleben?! Das wäre doch mal eine gute Oster-Nachricht!