Schweriner Festspiele gehen ins Finale

„Woanders“ wird weiter gespielt …

Sommer-Zeit ist in M-V auch Festspielzeit. Die Schlossfestspiele in Schwerin, die am 24. Juli ins Finale gehen, die Störtebeker-Festspiele in Ralswiek, die maritimen „Festspiele“ in Rostock, die Hanse-Sail, das CIOFF-Folklorefestival in Wismar, die Schlossgartenfestspiele in Neustrelitz, die Vineta-Festspiele in Zinnowitz, die Festspiele M-V im ganzen Bundesland oder das Piraten-Open Air in Grevesmühlen – allerorten gibt es kulturell-sommerliche Genüsse für das Publikum.

Aber auch auf dem Darß gibt es echte Highlights – im Rahmen der Darßer Festspiele, seit dem 6. Juli. Nachgefragt bei Organisator Holger Schulze

„In unserer Tourismus-Region ist die kulturelle Vielfalt äußerst wichtig …“

Frage: Seit Anfang Juli ziehen auch die Darßer Festspiele das Publikum in ihren Bann … Was wird dem Kultur-Interessierten in diesem Jahr bei Ihnen geboten?

Holger Schulze: Unser Hauptstück ist das „Weiße Rössl am Ostseestrand“. Eine tolle musikalische Komödie, die den bekannten Operettenstoff mit Augenzwinkern auf den Darß holt. Es wird gesungen, getanzt und vor allem gelacht. Ein Feuerwerk von Pointen löst immer wieder Lachsalven beim Publikum aus. Aber auch ein echtes Feuerwerk beschließt den Abend. Die Zuschauer reagierten bisher euphorisch mit frenetischem Applaus, Bravo und Zugabe.
Darüber hinaus gibt es eine Menge Gastspiele von bekannten Künstlern. Höhepunkt ist sicher das Konzert von Purple Schulz am 28. Juli.

Frage: Gibt es eigentlich noch genügend Karten bis 26. August? Wenn ja, an wen kann sich der Interessierte wenden?

Holger Schulze: Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen in Nordvorpommern, bei den Kurverwaltungen, über Telefon: 038234-55812 und www.darss-festspiele.de.

Frage: Es gibt mittlerweile sehr viele Festspiele im Sommer in M-V. Was ist das Besondere an den Darßer Festspielen?

Holger Schulze: Bei den Darß-Festspielen sind die Zuschauer nah dran am Geschehen. Sie sitzen quasi im „Weißen Rössl“ und schauen es sich nicht nur an. Trotz der Naturbühne können die Schauspieler auf Microports verzichten. Außerdem ist der gesamte Zuschauerraum überdacht, was gerade beim gegenwärtigen Wetter von großem Vorteil ist. Damit sind wir, glaube ich, die einzigen Festspiele hier, bei denen die Besucher auch im Regen trockene Füße behalten.

Frage: Haben Sie eigentlich auch Zeit, einmal zu den anderen Festspielorten im Land zu reisen, um sich dort die eine oder andere Vorstellung anzusehen?

Holger Schulze: Leider ist die Zeit wirklich sehr knapp, aber natürlich habe ich mir schon Vineta und Ralswiek angesehen. Ich habe mir auch vorgenommen in dieser Saison möglichst viele Produktionen anzuschauen.

Frage: Mecklenburg-Vorpommern gilt als ambitioniertes Kulturland, wird allerdings von den Verantwortlichen in der Politik finanziell „auf Sparflamme“ gehalten. Welche Bedeutung hat für Sie persönlich ein abwechslungsreiches Kulturprogramm in M-V?

Holger Schulze: Es wird von manchen Politikern immer noch nicht erkannt, dass die Kultur auch ein wirtschaftlich wichtiger Faktor ist, gerade wenn es um Standortvorteile geht. In unserer Tourismus-Region ist die kulturelle Vielfalt natürlich noch wichtiger. Je mehr wir den Urlaubern bieten, desto eher werden sie auch zu uns kommen und hier ihr Geld ausgeben.

Dann weiterhin beste Erfolge!

M. Michels