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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Schmallenberg-Virus erreicht Mecklenburg-Vorpommern

Kein Erkrankungsrisiko für Menschen

Das Schmallenberg-Virus, das in beinahe allen Bundesländern Fehlbildungen und Totgeburten bei Schafen, Rindern und Ziegen verursacht, ist jetzt in Mecklenburg-Vorpommern angekommen. Das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei hat in einem tot geborenen Ziegenlamm den Erreger nachgewiesen. Das Ergebnis muss noch von dem Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems bestätigt werden.

Bislang sind 256 bestätigte Fälle und 224 Verdachtsfälle in Deutschland gemeldet worden. „Ich beobachte die Ausbreitung der Krankheit seit einigen Wochen mit großer Sorge“ so Minister Dr. Backhaus. „Zu befürchten ist, dass möglicherweise in einigen Wochen auch bei Rindern Fehlgeburten auftreten können“.

Das Friedrich-Loeffler-Institut arbeitet international mit anderen Einrichtungen an der Entwicklung eines Impfstoffes und prüft zugleich, ob verfügbare Impfstoffe gegen die Akabane-Krankheit, die in Australien, Asien und Afrika bekannt ist, auch gegen die Schmallenberg-Krankheit eingesetzt werden könnten.
„Die kommenden Monate werden für unsere Tierhalter nicht einfach, weil die Ausbreitung der Seuche so rasch erfolgt und ein Impfstoff gegen das Schmallenberg-Virus derzeit nicht verfügbar ist“, so Dr. Backhaus. „Allzu große Hoffnungen auf eine schnelle Lösung in 2012 will ich deshalb nicht erwecken.“

Für Menschen besteht nach derzeitigem Kenntnisstand kein Erkrankungsrisiko.

Quelle: Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz MV


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