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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

„Schlösser, Gärten, Herrenhäuser M-V“ – Land baut Netzwerk auf

Kultur- und Städtereisen gewinnen innerhalb der Tourismuswirtschaft immer mehr an Bedeutung. Vor allem die Zeugnisse der Architektur und Gartenkunst rücken stärker in den Fokus.

Aus diesem Grund hat das Ministerium für Verkehr, Bau und Landesentwicklung als Besitzer der größten und kultur- und kunstgeschichtlich bedeutendsten Schlösser, Parks und Gärten das Netzwerk „Schlösser, Gärten, Herrenhäuser Mecklenburg-Vorpommern“ ins Leben gerufen. „Wir brauchen hochwertige Angebote, damit das Land seinen Anspruch, bedeutendste Tourismusregion Deutschlands zu sein, behaupten kann“, sagte Minister Dr. Otto Ebnet.

Unter dem Dach einer solchen „offiziellen“ Landesmarke, die heute erstmals auf Schloss Marihn (Landkreis Müritz) vorgestellt wurde, soll eine noch bessere Information über das touristische Potenzial der Schlösser, Gärten und Herrenhäuser und deren erfolgreiche Vermarktung erreicht werden. Qualitätsmerkmale, wie touristische Bedeutung, Erschließung sowie kultur-, bau- oder landesgeschichtlicher Wert des Objektes, müssen erfüllt sein, um einen hohen Marketingeffekt zu erzielen und Aufnahme in das Netzwerk zu finden.

Die heutigen Schlossherren von Marihn hätten mit herausragendem persönlichem Engagement wesentlich zur Etablierung des Netzwerkes beigetragen, so Minister Dr. Backhaus, und seien daher auch würdige Gastgeber für die Präsentation der neuen Dachmarke. „Aus einem dem endgültigen Verfall nahe stehenden schlossartigen Gutshaus und dem dazu gehörigen Garten wurde wieder eine sehenswerte Anlage geschaffen“, freute sich der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz mit der Familie Forytta, die aus heutigem Anlass und im Vorgriff auf den „Tag des Gartens“ am kommenden Wochenende ihren wiederhergestellten Garten von Marihn, der im kommenden Jahr Außenstandort der BUGA Schwerin 2009 sein wird, offiziell für Besucher eröffnete.

Unter Federführung des Ministeriums für Verkehr, Bau und Landesentwicklung ist im Zuge der Entwicklung der Landesmarke „Schlösser, Gärten, Herrenhäuser Mecklenburg-Vorpommern“ zunächst die Schaffung eines gemeinsamen Internet-Infoportals vorgesehen. Die bedeutendsten und touristisch erlebbaren Schlösser, Gutsanlagen, Klöster, Parks und Gärten sollen dargestellt und miteinander zu interessanten Routen verknüpft werden. Bereits bestehende oder geplante private Initiativen werden durch diese Landesaktivität in keiner Weise behindert. „Das Netzwerk bietet vielmehr die große Chance für eine in Deutschland bisher einzigartige, landesweit vernetzte und koordinierte Informations- und Marketingplattform aller Angebote und Aktivitäten“, sagte Ebnet. Die Zugehörigkeit zum Landesnetzwerk „Schlösser, Gärten, Herrenhäuser“ soll dabei gleichzeitig zum Gütesiegel für die benannten Objekte entwickelt werden.

Marihn zeige exemplarisch Potenziale im ländlichen Raum auf, stellte Kabinettskollege Backhaus heraus: „Im Schloss finden nicht nur Touristen Kost und Logis. Sein Garten dient auch dazu, mit ökologischer Orientierung gesunde Lebensmittel zu produzieren und durch seine Integration in die schulische Ausbildung regionale Identitätsbildung und gleichsam bewusstes Ernährungsverhalten zu stärken.“

Das Netzwerk „Schlösser, Gärten, Herrenhäuser M-V“ soll u.a mit der Kulturseite des Internetauftrittes des Landes www.mvtutgut.de verlinkt werden, wobei das Design dem Corporate Design der Landespräsentation angepasst wird. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits.


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