Skip to main content

Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Schizophrenie: Dreitägiger Fachkongress in Stralsund

Reden über Schizophrenie, leben mit Schizophrenie – Vom 22. bis 24. Februar 2012 werden die vielfältigen Facetten einer Krankheit in der Tabuzone beleuchtet

Vom 22. bis 24. Februar 2012 findet in der Hansestadt Stralsund ein dreitägiger Kongress zur Schizophrenie statt, einer schweren psychischen Erkrankung. Die Tagung richtet sich nicht nur an Experten und Fachleute, sondern ausdrücklich auch an Betroffene, Angehörige und alle, die sich mit dem Thema befassen möchten. Noch bis zum 31. Dezember 2011 können vergünstigte Teilnahmegebühren in Anspruch genommen werden. Das wissenschaftliche Forum ist eine gemeinsame Veranstaltung der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Wien, des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, des Instituts für Sozialpsychiatrie der Universität Greifswald sowie der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Greifswald im HANSE-Klinikum Stralsund. Die Vertreter der Medien sind herzlich zu dem Fachkongress eingeladen.

Schizophrenie ist eine psychische Erkrankung, die nach wie vor zu einer starken gesellschaftlichen Ausgrenzung führt. Etwa 0,5 bis 1 Prozent der Bevölkerung erkranken im Lauf ihres Lebens an einer Schizophrenie, die die gesamte Persönlichkeit in unterschiedlicher Weise beeinflussen kann. In den Krankheitsphasen ist häufig das Verhältnis zur Realität gestört, die Betroffenen leiden unter Halluzinationen und Wahnvorstellungen. Verlauf und Ausprägung der Krankheit sind individuell sehr unterschiedlich. Bis heute sind die Ursachen der Krankheit nicht vollständig geklärt.

Das Leben mit einer Schizophrenie in einer sich ändernden Gesellschaft ist das zentrale Thema der Tagung „Die subjektive Seite der Schizophrenie“. Die Organisatoren haben dabei drei inhaltliche Schwerpunkte gesetzt. Zum einen sollen neue Ansätze in der Patientenversorgung und Therapie dargestellt und kritisch diskutiert werden. Ein weiteres Thema ist die Stigmatisierung der Erkrankung: Hat die seit mehreren Jahren aktive Anti-Stigma-Bewegung Erfolg dabei gehabt, die Schizophrenie aus der Tabuzone zu holen und die Ausgrenzung der Betroffenen zu verringern? Ein dritter Schwerpunkt befasst sich mit der Frage, wie Betroffene, Angehörige und Mediziner mit Kinderwunsch und Elternschaft von Menschen mit Schizophrenie umgehen.


Ähnliche Beiträge