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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Schiff- und Bootsbau in mehreren Varianten

Die 20. Hanse Sail Rostock ist nicht nur eine gute Adresse fürs „Schiffe gucken“ und Mitsegeln, sondern bietet auch attraktive Einblicke in Techniken des Schiff- und Bootsbaus. Und im Rostocker Museumshafen können Sailbesucher sogar mitmachen.

Bootsbauworkshop im Rostocker MuseumshavenAuf der Rostocker Sail findet im und am Museumshafen an der Haedgehalbinsel vom 5. bis 8. August eine Präsentation statt, auf der Boote der Haff- und Schärengewässer der Ostsee vorgestellt werden. Die maritime Schau, an der sich mehrere Museen des Ostseeraumes beteiligen, entsteht im Rahmen des EU-Projektes SEASIDE. Ein Schärenboot aus dem schwedischen Karlskrona, eine Anglerlomme aus Polen, das Zeesboot „Un Ick“ und ein „Rostocker Kahn“ aus der Gastgeberstadt sowie ein Kurrenkahn mit einer entsprechenden Ausstellung aus Litauen, dem diesjährigen Partnerland der Hanse Sail., werden präsentiert. Die Boote sind nicht nur zu besichtigen, sondern können zum Teil auch auf der Warnow erprobt werden.

Bootsbauworkshop im Rostocker MuseumshavenParallel zu der SEASIDE-Präsentation und in unmittelbarer Nachbarschaft findet der „IV. Historical Boatbuildung Workshop“ mit Bootsbauern aus ganz Europa statt. Workshop ist hier wörtlich zu nehmen: Es wird ein „Rostocker Kahn“ gebaut und wer will, kann mitmachen und viel lernen. „Der Bootstyp dokumentiert exemplarisch den Übergang vom Einbaum zum Plankenboot“, sagt der Organisator und Schiffshistoriker Maik Springmann. Es kommen die vielfältigsten Techniken der Boots- und Mastbauer, Schmiede, Segel- und Netzmacher sowie Reepschläger zur Anwendung. Im Zusammenhang mit der Beplankung kommt auch ein „Dampfkasten“ zum Einsatz.

Maritimes Fingerspitzengefühl ist bei den Modellbauern gefragt, die im Rahmen der „Mini-Sail“ in Rostock-Schmarl in unmittelbarer Nähe des Traditionsschiffes ihren Auftritt haben. Die Palette reicht vom Wasserflugzeug bis zum Raddampfer. Die Vorführungen der Modelle sind am 5. August, 15.00-18.00 Uhr, am 6. August, 10.30-18.00 Uhr, am 7. August 10.00-18.00 Uhr und am 8. August, 10.00-16.00 Uhr. Am Samstag, dem 7. August, ist der Eintritt in den IGA-Park einschließlich des Traditionsschiffes kostenfrei. Auf dem Traditionsschiff Typ „Frieden“ ist täglich von 9.00-18.00 Uhr noch bis zum 29. August ein weiteres SEASIDE-Projekt zu besichtigen: Die Besucher der Ausstellung „Ein Meer-Vier Geschichten“ haben die Möglichkeit, „Die Entwicklung des Segelschiffes im Ostseeraum“ konkret in Schweden, Litauen, Polen und Deutschland näher kennen zu lernen. Sie erfahren, dass die Ostsee durchaus als eine Wiege des europäischen Schiffbaus betrachtet werden kann. Weitere interessante Aspekte der Ausstellung sind Ergebnisse der polnischen Unterwasserarchäologie und persönliche Berichte schwedischer Zeitzeugen aus der Zeit des „Kalten Krieges“.

Fotos: Maik Springmann


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