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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Salonorchester Illusion und Kaliningrader Klaviertrio

Mit Schlagern aus Operette und Tonfilm präsentiert das Usedomer Musikfestival am Donnerstag, 1. Oktober, um 19:30 Uhr im Strandhotel Seerose, Seebad Kölpinsee eine ganz andere Seite von Preußens Glanz.

Das Salonorchester Illusion, überwiegend bestehend aus Musikern der Komischen Oper und der Staatskapelle, lässt die Unterhaltungsmusik im pulsierenden Berlin Anfang des 20. Jahrhunderts wieder aufleben. Sopranistin Alenka Genzel und Bariton Klaus Häger entführen das Publikum in die Welt der Revue.

Im Mittelpunkt steht Berlins berühmtester Vertreter der Operette: Paul Lincke. Da ihm die Karriere als Militärmusiker durch seine geringen Körpermaße verwehrt wurde, ging er ans Theater und zum Varieté. Einen riesigen Erfolg feierte er mit Frau Luna im Apollo-Theater. Wenige Jahre später wurde er als erster Kapellmeister und Komponist an das Metropol-Theater (heute die Komische Oper) engagiert, das damals zu den größten Attraktionen der Hauptstadt Preußens zählte. Zum Konzert beim Usedomer Musikfestival erklingen zudem Melodien von Franz Lehár, Berliner Songs und Chansons von Kurt Weill, Friedrich Hollaender sowie Tonfilmschlager von Peter Kreuder, Lothar Brühne und vielen mehr.

Bereits am Mittwoch, 30. September, 19:30 Uhr, Schloss Stolpe, endet das Ostsee-Musikforum mit einem Konzert der Teilnehmer des Meisterkurses von Cellist David Geringas. Anderthalb Wochen erhielten ausgewählte Meisterstudenten Unterricht bei David Geringas, arbeiteten an ihren Programmen und studierten gemeinsam Werke für kammermusikalische Besetzungen ein. Die Ergebnisse sind am Mittwoch zu erleben. Stürmisch bejubelt wurden beim Eröffnungskonzert des Forums die Kompositionen von dem Litauer Anatolijus Šenderovas. Vom diesjährigen composer in residence des Usedomer Musikfestivals wird das 2002 entstandene Werk Con amore für Cello-Ensemble erklingen. Zudem stehen auf dem abwechslungsreichen Programm Kompositionen von Beethoven, Haydn, Schostakowitsch, Tschaikowsky, Martinu und Cassadó,

Am Freitag, 2. Oktober, um 19:30 Uhr, in der Evangelischen Kirche, Ostseebad Koserow, begibt sich das Kaliningrader Klaviertrio auf die historische Suche nach dem Klang einer Stadt, die einst das Zentrum des Herzogtums Preußen war, wo sich 1701 Kurfürst Friedrich III. zum König Friedrich I. in Preußen krönte, und die 1944/45 auf verbrecherische Weise fast vollkommen zerstört wurde: Königsberg – Kaliningrad. Ausgewählt für den Abend zum Usedomer Musikfestival wurden Werke Königsberger Komponisten wie Erzromantiker E.T.A. Hoffmann, Brahms-Freund Hermann Goetz und dem russischen Zeitgenossen Arkadi Feldman. Letzterer leitet heute das Sinfonieorchester der Stadt Königsberg. Das Kaliningrader Klaviertrio wurde von den Solisten der Kaliningrader Philharmonie Svetlana und Viktor Gribowski im Jahre 1993 gegründet. Als erstes Kammermusikensemble in Russland führte das Ensemble Werke von Königsberger Komponisten auf und setzt sich für die Pflege von Kontakten zwischen der russischen Kultur und dem Rest Europas ein.

Karten und Informationen zum Usedomer Musikfestival sind unter Tel.: 038378.34647 sowie auf den Internetseiten: www.usedomer-musikfestival.de, www.usedom.de, www.ticketonline.com und außerdem bei zahlreichen Ticketonline-Vorverkaufsstellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, zu erhalten.


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