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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Rundes Jubiläum für Kanutin Ramona Portwich

Dreimal Gold bei Olympia…

Dreimal Gold und zweimal Silber bei Olympischen Spielen gewonnen zu haben, ist schon etwas Grosses und Grossartiges. Noch grossartiger ist es, wenn diese von einer Mecklenburgerin, speziell Rostockerin, erkämpft wurden und diese Rostockerin ein „goldiges Jubiläum“ feiert: Ramona Portwich darf, kann und will bei den „50 Lenzen“ einen Haken machen. Am 5.Januar steht der runde Geburtstag für Ramona Portwich ins Haus.

Ramona Portwich, die Erfolgs-Kanutin aus M-V

Ja, der Kanu-Rennsport in Mecklenburg-Vorpommern ist wahrlich eng mit dem Namen Ramona Portwich verknüpft. Mitte der 1980er bis Mitte der 1990er prägte die Hanseatin den internationalen Kanu-Rennsport bei den Frauen massgeblich mit.

Olympische und weltmeisterliche Erfolgsmomente „nonstop“

Bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul, 1992 in Barcelona und 1996 in Atlanta erkämpfte sie ihre erwähnten olympischen Medaillen. Und die Bilanz bei WM – zwischen 1987 und 1995 – ist noch atemberaubender 13 x Gold, 2 x Silber, 1 x Bronze. Ihr erstes WM-Gold errang Ramona Portwich im Kajak-Vierer über 500 Meter bei den WM 1987 in Duisburg. Acht Jahre danach holte sie ihre letzten WM-Goldmedaillen, 1995 wieder in Duisburg im Kajak-Zweier über 500 Meter und im Kajak-Vierer über 500 Meter.

Von Seoul 1988…

Bei der olympischen Regatta im Kanu-Rennsport der Damen 1988 in Seoul war die DDR mit zweimal Gold, einmal Silber vor Bulgarien mit jeweils einmal Gold, Silber, Bronze, Ungarn mit einmal Silber sowie Polen und den Niederlanden die erfolgreichste Nation.

Nachdem es am 30.September 1988 Gold im Kajak-Zweier über 500 Meter der Frauen für Birgit Schmidt und Anke Nothnagel (verheiratete von Seck) vor Bulgarien bzw. den Niederlanden gab, folgte am 1.Oktober 1988 Gold erneut für Birgit Schmidt bzw. Anke Nothnagel sowie für Heike Singer und auch Ramona Portwich vor Ungarn, Bulgarien, der Sowjetunion und Westdeutschland im Kajak-Vierer über 500 Meter.

…über Barcelona 1992…

Und vier Jahre später, bei der olympischen Kanu-Regatta der Frauen in Barcelona 1992, die DDR und Westdeutschland waren vereint, setzte sich die deutsche Kanu-Erfolgsgeschichte fort. Im Kanu-Rennsport der Frauen erkämpfte die deutsche Mannschaft mit zweimal Gold, einmal Silber die wertvollsten Medaillen vor Ungarn mit jeweils einmal Gold, Silber, Bronze, Schweden mit einmal Silber, einmal Bronze und Polen mit einmal Bronze.

Mächtig spannend, sehr emotionsreich und denkbar knapp wurde es dabei am 7.August 1992, als die Entscheidung im Kajak-Zweier über 500 anstand. In einem spektakulären Finish hielt das Rostocker Duo Ramona Portwich/Anke von Seck in 1:40,29 die Schwedinnen Agneta Andersson/Susanne Gunnarsson (1:40,41) und die Ungarinnen Rita Koban/Eva Donusz (1:40,81) in Schach. Am 9.August 1992 durfte sich Ramona Portwich, zusammen mit der gebürtigen Warenerin Katrin Borchert, die für den SC Neubrandenburg und dann später für Australien startete, Anke von Seck und Birgit Schmidt über Silber im Kajak-Vierer über 500 Meter hinter Ungarn freuen.

…bis Atlanta 1996

Wieder vergingen vier Jahre und erneut war Ramona Portwich bei den Olympischen Spielen dabei. In Atlanta 1996, bei der olympischen Kanu-Regatta der Frauen, waren die deutschen Kanu-Rennsportlerinnen wieder am besten – dieses Mal mit einmal Gold, einmal Silber vor Schweden mit einmal Gold, einmal Bronze, Ungarn mit einmal Gold, Kanada bzw. der Schweiz mit jeweils einmal Silber, Italien und Australien mit jeweils einmal Bronze.

Am 3.August 1996 triumphierte zum dritten Mal bei Olympischen Spielen Ramona Portwich. Im Kajak-Vierer über 500 Meter distanzierte sie zusammen mit Birgit Fischer, Anett Schuck und Manuela Mucke die Mit-Bewerberinnen aus der Schweiz, Schweden, China und Kanada. 24 Stunden danach, am 4.August 1996, kam Ramona Portwich zusammen mit Birgit Fischer zu ihrer letzten olympischen Medaille: Silber im Kajak-Zweier über 500 Meter hinter den Schwedinnen Agneta Andersson/Susanne Gunnarsson. Dritte wurden Anna Wood und Katrin Borchert für Australien.

Barcelona am schönsten

Drei Olympische Spiele nicht nur erlebt zu haben, sondern olympische Geschichte aktiv mitgeschrieben zu haben, ist, wie angesprochen, etwas ganz Besonderes. Auf die Frage von „Rostock-Sport“ in einem früheren Interview, welche von ihren drei aktiven Olympischen Spielen die schönsten waren, antwortete Ramona Portwich: „Alle drei Olympischen Spiele waren auf ihre Weise wunderbar. Die schönsten waren allerdings die Spiele 1992 in Barcelona. Die Goldmedaille, die ich damals im Zweier-Kajak über die 500 Meter zusammen mit Anke von Seck gewann, war hart erkämpft. Letztendlich siegten wir mit zwölf Hundertstel Vorsprung vor den Schwedinnen Agneta Andersson/Susanne Gunnarsson. Ein schwer errungener, aber gerade deshalb um so schönerer Erfolg!“.

… Nun heisst es aber: Weiterhin alles erdenklich Gute für die immer noch engagierte Kanurennsport-Enthusiastin Ramona Portwich!

Übrigens: Anke von Seck, die Wahl-Rostockerin, die 1988/92 dreimal Gold, einmal Silber bei Olympia erkämpfte, wurde bereits am 10.September 2016 junge 50.

Weitere Informationen zum Kanu-Rennsport unter www.kanu.de .

Marko Michels

 

 


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