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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Roth: Europäische Meerespolitik muss Wirtschaft und Umwelt nutzen

„Für die Zukunft der Meere brauchen wir eine integrierte, europäische Politik, die Wachstum und Beschäftigung fördert und zugleich die Meeresumwelt schützt.“


Das sagte Karin Roth, Parlamentarische Staatssekretärin beim Verkehrsminister heute in Brüssel. Roth sprach für die Bundesregierung auf der Konferenz der Europäischen Kommission zum Europäischen Tag der Meere, der am 20. Mai erstmals begangen wird.

Fortschreitende Globalisierung, technologischer Fortschritt und Klimawandel sind die Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen“, sagte Roth weiter. „Eine integrierte Meerespolitik muss Ökonomie, Ökologie und soziale Gerechtigkeit in Einklang bringen. Erfolgreiche Meerespolitik hat die Interessen dieser und künftiger Generationen im Blick. Sie schafft mehr Beschäftigung, schützt die Umwelt und die Lebens-grundlagen derjenigen, die von der maritimen Wirtschaft abhängig sind oder an der Küste leben.“

Als ein positives Beispiel nannte Roth den Beschluss der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation IMO, wonach in wenigen Jahren auf Seeschiffen nur noch schwefelarme Bunkeröle verwendet werden dürfen, um vor allem Schwefelemissionen weiter zu reduzieren. Schiffe auf Nord- und Ostsee sollen ab dem Jahr 2015 nur noch mit Destillaten fahren dürfen. Weltweit gilt dies ab 2020.

„Dies ist eine Nahtstelle zwischen Industriepolitik und Klimaschutz im Rahmen einer europäischen Meerespolitik. Wir brauchen auf vielen Ebenen technologische Innovationen zur Verbesserung der CO2 Bilanz und des Zustandes der Meere. Solche Innovationen sichern und schaffen attraktive Dauerarbeitsplätze nicht nur in Küstenregio-nen“, so Roth. Die Bundesregierung habe die Chancen einer integrierten Meerespolitik für Deutsch-land schnell erkannt und daher entsprechende Maßnahmen eingeleitet.

Deutschland ist Handels- und Schifffahrtsnation, Küsten- und Hafenstaat und zugleich ein wichtiger Standort für Meeresforschung, Technologie und Innovation mit großem Interesse am Schutz der Meere, vor allem der Nordsee und Ostsee. Roth kündigte an, in den kommenden Wochen und Monaten alle wichtigen maritimen Akteure und Organisationen in Deutschland, die norddeutschen Länder und die Wirtschaftsverbände und die Gewerkschaften einzuladen, um gemeinsam die Chancen einer integrierten Meerespolitik für Deutschland auszuloten.


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