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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Ritter: Situation der Hebammen weiter prekär

Nach Angaben des gleichstellungspolitischen Sprechers der Linksfraktion, Peter Ritter, hat er sich mit einer Kleinen Anfrage an die Landesregierung gewandt, um Informationen zur Situation der Hebammen und Entbindungspfleger in MV zu erhalten.

„Meine Fraktion möchte wissen, welche Maßnahmen vorgesehen sind, um die Situation der freiberuflichen Hebammen und Entbindungspfleger nachhaltig zu verbessern“, erklärte Ritter am Dienstag. Eine flächendeckende Versorgung mit Angeboten der Geburtshilfe sowie der Vor- und Nachsorge im Land müsse langfristig sichergestellt werden.

„Die seit 1. Juli geltende drastische Erhöhung der Berufshaftpflichtprämien für freiberufliche Hebammen und Entbindungspfleger auf 3689 Euro pro Jahr hat einen ganzen Berufsstand in große Not gestürzt und zeitigt bereits dramatische Folgen“, sagte Ritter. Viele freiberufliche Hebammen und Entbindungspfleger hätten sich bereits aus der aktiven Geburtshilfe zurückgezogen und ihre Berufshaftpflichtversicherungen gekündigt, einige Einrichtungen liefen Gefahr, schließen zu müssen. Die letzte Woche erzielten Ergebnisse im Schiedsverfahren zur Erhöhung der Entgelte für klinische und außerklinische Geburten um 8 bzw. 100 Euro könnten kaum zu einer Entschärfung der Situation beitragen. „Es ist ein Tropfen auf den heißen Stein, der die Situation der Hebammen und Entbindungspfleger nicht maßgeblich verbessert“, so Ritter.

Claudia Schreyer


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