Studie weist nach, worauf unsere Grundschullehrer bereits hingewiesen haben

Die Leistungen von Schülerinnen und Schülern in Mecklenburg-Vorpommern in der Jahrgangsstufe 4 in den Fächern Deutsch und Mathematik liegen im Bundesdurchschnitt. Das geht aus dem bundesweiten IQB-Bildungstrend 2016 hervor, den das Institut für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen heute in Berlin vorgestellt hat.

„Die Studie weist nach, worauf unsere Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer in einer Umfrage im vergangenen Jahr bereits hingewiesen haben“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Schülerinnen und Schüler benötigen mehr Übungszeit, um ihre Rechtschreibleistungen zu verbessern. Diese erhalten sie durch die zusätzliche Deutschstunde, die wir mit Beginn dieses Schuljahres eingeführt haben. Auch die Arbeit mit dem Mindestwortschatz soll dazu beitragen, dass sich die Rechtschreibleistungen der Kinder verbessern. Insofern zeigt der IQB-Bildungstrend, dass unsere Lehrerinnen und Lehrer die besten Expertinnen und Experten sind und wissen, wo Schülerinnen und Schüler mehr Unterstützung brauchen. Wir werden uns in den nächsten Wochen den 400 Seiten starken Bericht ‚Bildungstrend 2016? in Ruhe anschauen und auswerten. Wichtig ist auch, dass wir den guten Austausch mit unseren Lehrerinnen und Lehrern fortsetzen“, betonte Hesse.

Am IQB-Bildungstrend 2016 haben 29.259 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 4 in 1.508 Grund- und Förderschulen aus allen 16 Ländern teilgenommen. In Mecklenburg-Vorpommern waren es 1.842 Schülerinnen und Schüler in 92 Schulen. Im Fach Deutsch wurden die Kompetenzbereiche Lesen, Zuhören und Orthografie geprüft. Im Fach Mathematik wurden die Bereiche „Zahlen und Operationen“, „Raum und Form“, „Muster und Strukturen“, „Größen und Messen“ sowie „Daten, Häufigkeit und Wahrscheinlichkeit“ getestet.

Pressemitteilung / Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur M-V

Kommentar – Dr. Marko Michels

Die Bewertung der Ergebnisse des IQB-Bildungstrends 2016 durch das zuständige Ministerium in M-V ist nichts anderes als Schönfärberei. M-V hinkt auch bildungspolitisch zurück – und das ist die Realität. Die Inklusion ist krachend gescheitert, ganz einfach weil die hierzulande sehr guten Pädagoginnen und Pädagogen damit überfordert sind, den verschiedenen Bedürfnissen der Kinder zu entsprechen, was völlig nachvollziehbar ist.

Eine Wertschätzung der Pädagogen in Form einer angemessenen Bezahlung erfolgt nicht, die Integration der Kinder mit Migrationshintergrund wird fast kompakt an die Lehrerschaft delegiert. Es fehlen Sozialarbeiter an den Schulen, zudem mehr Pädagogen, aber auch berufliche Quereinsteiger für den Schuldienst. Nicht etwa, dass diese nicht vorhanden wären. Im Gegenteil. Aber das vorhandene Geld wird lieber für unsinnige Kämpfe gegen vermeintliche Extremisten ausgegeben anstatt für den Kampf um die Zukunft unseres Landes, für unsere Kinder und deren Bildung!

M.M.