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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Preisauszeichnung in Textilgeschäften oft mangelhaft

Die Neue Verbraucherzentrale hat eine landesweite Kontrolle zur Einhaltung der Preisangabenverordnung durchgeführt. In sechs Städten (Schwerin, Rostock, Greifswald, Stralsund Güstrow und Wismar) wurden 400 Ladenlokale überprüft.

Als einer der Kontrollschwerpunkte war dabei, wie die Rechtspflicht zur Preisauszeichnungen in Schaufenstern umgesetzt wurde. Denn nach der Preisangabenverordnung (PAngV) sind Waren in Schaufenstern und Schaukästen durch Preisschilder oder Beschriftung der Ware auszuzeichnen, welche wahrheitsgemäß, eindeutig zuzuordnen, leicht erkennbar sowie deutlich lesbar sein müssen.

Die Kontrollen brachten mitunter erhebliche Defizite zu Tage und dies vor allem bei Textilgeschäften.

Wie die Neue Verbraucherzentrale mitteilte wurden ausschließlich Ladenlokale mit Warenauslagen in Schaufenstern aufgenommen. Von den 400 Geschäften wurden bei 326 (81,5 %) keine Beanstandungen zur Preisausschilderung in den Schaufenstern festgestellt. Es entstand der Eindruck, dass die Preisauszeichnung vor allem bei überregional tätigen Handelsketten und in großen Textilhäusern sowie bei Juwelieren, Goldschmieden, Uhrmachern und Optikern durchweg ordnungsgemäß war.
In jedem fünften Geschäft (74 = 18,5 %) fand keine gesetzeskonforme Preisauszeichnung in den Schaufenstern statt! Weit herausragender Negativ-Spitzenreiter waren Textilgeschäfte! Von den 74 Geschäften mit Preisauszeichnungsmängeln in ihren Schaufenstern waren 58 (78,4 %) Textilläden. Zumeist fehlte jedes Preisschild (zum Beispiel bei allen 15 in Schwerin zu beanstandenden Schaufenstern). Gelegentlich waren nur ein oder zwei Preise in einem gesamten Schaufenster ausgewiesen. Überrascht haben Unternehmen, die unmittelbar nebeneinander ordnungsgemäß ausgepreiste Schaufenster sowie solche ohne jedes Preisschild zeigten. Beliebt wäre auch der Trick, in der Auslage Waren mit Preisschildern auszustellen, die jedoch sämtlich umgedreht sind und nur mit ihrer leeren Rückseite gezeigt werden. Laut Neuer Verbrauchezentrale handelte es sich bei den gegen die PAngV verstoßenden Unternehmen fast ausschließlich um kleinere Unternehmen im eher höheren Preissegment. Es werde nicht davon ausgegangen, dass dies Zufall sein könnte oder auf die besuchten Orte beschränkt wäre.

Den betroffenen Unternehmen drohen nun gemäß der PAngV Bußgelder bis zu 25.000 Euro durch die zuständigen Ordnungsbehörden. Außerdem müssen diese auch mit förmlichen wettbewerbsrechtlichen Abmahnungen von der Verbraucherzentrale rechnen.


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