Projekttage einiger Schüler der Niels-Stensen Schule in Schwerin zum Thema „Plastik“

Schüler bergen Müll aus dem Schweriner See. Hier ein Autoreifen, der mit Quagga-Dreikantmuscheln besetzt ist. (Foto: Mareike Herrmann)

Das Thema „Plastik“ ist zurzeit „in aller Munde“. Auch einige Schüler der Niels-Stensen-Schule Schwerin haben sich innerhalb der Projekttage diese Woche intensiv damit befasst. Unterstützt wurden die Tage vom BUND Schwerin und der BUNDjugend (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland). Das Problem wurde klar besprochen, die Schüler lernten Gegenmaßnahmen kennen, tauschten Tipps und Erfahrungen für den Alltag aus und führten Experimente durch. Sie sind an den Schweriner See gefahren, wo sie im Wasser und am Ufer den Müll gesammelt haben: Sie waren entsetzt. Trotz Entsorgungsmöglichkeiten vor Ort lag dennoch Müll neben den Mülleimern. Die Schüler fanden am meisten Plastik, außerdem Glas, Zigarettenstummel und vieles mehr.

„Also ich werde darauf achten, Plastik zu vermeiden,“ sagten einige Schüler. Aber wird dies auch funktionieren? Kann man das überhaupt? Die Schüler sind zu dem Schluss gekommen, dass es bei einigen Alltagsgegenständen fast unmöglich ist Plastik zu vermeiden. Dennoch gibt es erstaunlich viele Möglichkeiten weniger zu verbrauchen. Um es einfacher zu haben, wünschen sie sich Unverpackt-Läden in Schwerin. Sicherlich fällt die Wirkung Einzelner oder kleiner Gruppen eher gering aus, aber die Masse der Verbraucher kann eine große Wirkung entfalten. Unterstützung der Politik und Wirtschaft ist dabei nötig. Von den Stadtvertretern fordern die Schüler: „Einwegbecher verbieten, stattdessen Pfandbecher einführen wie in Rostock. Da das Recycling mit der Gelben Tonne nicht zufriedenstellt, sollte die Stadt Schwerin die Wertstofftonne einführen. Wir wollen eine Plastiksteuer und dass das wilde Wegschmeißen von Zigarettenkippen öfter und höher bestraft wird.“

HINTERGRUND

Die BUND-Gruppe Schwerin arbeitet in dem Projekt „Schweriner Seen – Naturschätze entdecken“ unter anderem mit Schulen zusammen, um den Erhalt der Biodiversität der Seen Schwerins zu befördern. Das Projekt wird gefördert durch die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung aus Mitteln der Lotterie BINGO! Die Umweltlotterie, die Naturstiftung David, das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) M-V und die Ehrenamtsstiftung M-V.

Pressemitteilung Mareike Herrmann / BUND-Gruppe Schwerin