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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Paralympischer Countdown für eine Mecklenburgerin

In fünf Monaten beginnen die Paralympics …

Vom 29. August bis 9. September findet Zeil zwei der Spiele in London statt – nach den Olympics folgen die Paralympics. Beste Chancen hat dabei auch Jana Schmidt vom 1. LAV Rostock.

Nachgefragt bei Trainerin Ines Müller, 1988 Olympionikin in Seoul und 1987 WM-Dritte im Kugelstoßen

„Hoffe auf eine Medaille …“

Frage: Frau Müller, Ihr Schützling Jana Schmidt ist ja „so gut wie“  für die Paralympics qualifiziert. Was erhoffen Sie sich für Jana in London?

Ines Müller: Jana hat ja schon an den Paralympics in Peking teilgenommen und dort wertvolle Erfahrungen sammeln können. Deshalb erhoffe ich für sie in London gute Wettkampfbedingungen, gute sportliche Leistungen, neue persönliche Bestleistungen und eine Medaille.

Frage: Im letzten Jahr wurde Jana, die sehr vielseitig ist, bei den WM Zweite. Dritte wurde die gebürtige Schwerinerin Vanessa Low. Welche Ambitionen hegt Jana in diesem Jahr?

Ines Müller: Jana geht es auch insbesondere um Platzierungen, die eine Medaille bedeuten. Die Konkurrenz ist sehr stark, aber Jana hat sich, trotz kleinerer Probleme zu Beginn des Trainingsjahres, optimal vorbereitet.

Frage: Wie sieht die Vorbereitung von Jana auf die Paralympics aus?

Ines Müller: Jana trainiert in Waren, Rostock und fährt mit dem Bundestrainer Block Sprint/Sprung des Deutschen Behindertensportverbandes in verschiedene Trainingslager. Dazu gehört zum Abschluß ein Trainingslager im Bundesleistungszentrum Kienbaum. Es ist wirklich eine vielseitige und interessante Vorbereitung.

Frage: Sowohl Sie als auch Jana kennen die Atmosphäre bei den Spielen. Was verbinden Sie persönlich mit den Olympischen und Paralympischen Spielen?

Ines Müller: Olympische Spiele und Paralympische Spiele sind ein ganz besonderes Ziel. Die Spiele anzustreben bedeutet jahrelanges Training  – an jedem Tag in der Woche. Viele Athleten haben gezeigt, dass man es schaffen kann. Das ist dann der Lohn für alle Mühen. Das Erlebnis mit den Athleten der verschiedenen Länder der Welt vereint am Wettkampf teilzunehmen und sie kennen zu lernen,  ist einmalig. Die Eindrücke, die man in einem olympischen Dorf erlebt oder eine Zeremonie bei der man auf dem Podest steht, vergisst man nie.

Frage: Wie beurteilen Sie das internationale Leistungsvermögen in der paralympischen Leichtathletik? In Peking vor vier Jahren war ja China sehr dominant …

Ines Müller: Das Leistungsvermögen der paralympischen Leichtathletik verbessert sich kontinuierlich. Die Leistungen für die Athleten mit Handicap sind sensationell. Die Athleten aus China werden bei diesen Paralympics ebenfalls sehr dominierend sein. Obwohl in Peking mit Sicherheit der Heimvorteil auch eine Rolle gespielt hat

Dann alles erdenklich Gute für Jana und für Sie!

M. Michels


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