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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Pakt für Fachkräfte-Sicherung darf keine Luftblase bleiben

Nach Ansicht des Vorsitzenden und wirtschaftspolitischen Sprechers der Linksfraktion, Helmut Holter, ist der vom Bündnis für Arbeit vereinbarte Pakt zur Fachkräfte-Sicherung längst überfällig.

„Die Analysen und Prognosen zur Entwicklung der Fachkräftesituation im Land liegen seit langem vor, jetzt, da das Handwerk bereits über Nachwuchsprobleme klagt, wacht die Landesregierung endlich auf“, sagte Holter. „Dies sei erneut ein Beispiel für die Politik der Großen Koalition, die damit einmal ihr ‚Fahren auf Sicht’ unter Beweis stellt.“ Vor diesem Hintergrund sei es unverständlich, dass die Landesregierung noch fast ein halbes Jahr verstreichen lassen will, bevor der Pakt unterzeichnet werden soll. Ein solcher Pakt muss nach Ansicht von Holter konkrete Maßnahmen beinhalten, damit junge Menschen hier leben und arbeiten wollen, sie sollten bewirken, dass das Land attraktiv für Zuwanderung wird.

„Es reicht nicht, wenn der Ministerpräsident sagt, dass wir jeden brauchen, das wissen wir alle schon seit langer Zeit“, so Holter. Den schönen Worten müssten endlich Taten folgen. Es reiche auch nicht, die unzureichende Qualität Ausbildungsplatzbewerbern zu beklagen. „Wir müssen viel früher und ganzheitlich ansetzen, in Kita, Schule und Ausbildung, schon hier dürfen wir niemanden zurücklassen“, so Holter. Kinder und Jugendliche müssten motiviert und ihre individuellen Stärken und Leistungen anerkannt werden.

Holter gratuliert der Landesregierung zu der Erkenntnis, dass Niedriglöhne eine maßgebliche Ursache dafür sind, dass viele Menschen dort hingehen, wo Löhne und Arbeitsbedingungen besser sind. „Appelle an die Unternehmen, angemessene Löhne zu zahlen, haben sich längst als fruchtlos erwiesen“, so Holter. „Zu einem gesetzlichen flächendeckenden Mindestlohn gibt es keine Alternative.“

Claudia Schreyer


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