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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Onlineportal zu „Stolpersteinen“ in MV offiziell vorgestellt

Schülerinnen und Schüler der Produktionsschule Barth setzten sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinander

Die Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern, Politische Memoriale e.V. und die Produktionsschule Barth haben heute in Barth das Internetportal www.stolpersteine-mv.de offiziell vorgestellt. Schülerinnen und Schüler der Produktionsschule haben sich durch dieses Projekt in den vergangenen Monaten nicht nur mit technischen Fragen sondern auch intensiv mit der Geschichte des Nationalsozialismus und den Schicksalen der Opfer auseinandergesetzt.

Auch in vielen Städten und Gemeinden Mecklenburg-Vorpommerns wurden in den letzten Jahren zur Erinnerung besonders an die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus rund 250 sogenannte Stolpersteine (in Gehsteige eingelassene, ungefähr 10 x 10 cm große Steine aus Beton und mit einer Messingtafel versehen) verlegt. Viele lokale Initiativen konnten mit diesen sichtbaren Erinnerungszeichen im öffentlichen Raum die Opfer des Nationalsozialismus aus ihrer Region würdigen. Die Stolpersteine verdeutlichen, dass die Verfolgung, Vertreibung und Ermordung auch in Mecklenburg und Vorpommern Nachbarn, Mitbürger und Kollegen betraf.

Die Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern, Politische Memoriale e.V. und die Produktionsschule Barth haben die Idee eines Internetportals entwickelt, das nach und nach einen Überblick über alle in Mecklenburg-Vorpommern verlegten Stolpersteine geben soll. Nicht nur die Stolpersteine und ihr Verlegungsort sollen damit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die Biographien der Opfer und zusätzliches Material geben Interessierten die Möglichkeit, sich umfassender zu informieren. Für politische Bildner und Lehrerinnen und Lehrer soll das Interportal so in Zukunft auch zum Lernportal werden.

„Die Vorstellung des Portals ist erst der Beginn. Ich hoffe darauf, dass die lokalen Initiativen im Land die Chance nutzen, ihr Engagement und ihre Recherchen einer großen Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Erinnerung an die Geschichte wach zu halten und sie mit zeitgemäßen Mitteln auch nachfolgenden Generationen zu vermitteln, gehört zu unserer Verantwortung als Demokraten“, so der Direktor der Landeszentrale für politische Bildung, Jochen Schmidt.

Interessierte Initiativen können sich ab sofort mit den Stolpersteinen und den Recherchen zu den Opfern aus ihrer Region über www.stolpersteine-mv.de bei der Produktionsschule Barth melden.

Quelle: Landeszentrale für politische Bildung M-V


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