Skip to main content

Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

OBAMANIA ! Barack Obama wird 44. Präsident der USA …

„Yes, we can …. !“ – Barack Obama wurde zum Triumphator

USABarack Obama, Jahrgang 1961,  ist also der neue Präsident der Vereinigten Staaten. Überwältigend deutlich das Vertrauen des amerikanischen Volkes in ihn und seine politische Konzeption. Deutlich somit sein Wahlsieg – 338 Wahlmänner für ihn mit Stand 6.30 Uhr (MEZ) …

Mit ihm verknüpfen sich allerdings hierzulande Hoffnungen und Erwartungen, die kaum zu erfüllen sind.

Auch er wird – und das erwarten die Amerikanerinnen und Amerikaner ganz einfach – die Interessen der Vereinigten Staaten ebenso energisch vertreten und durchsetzen, notfalls im Alleingang, wie seine Vorgänger Reagan, Bush sen., Clinton oder Bush jun..

Barack Obamas Erfolg steht aber auch für den eisenharten Willen eines intelligenten Kämpfers gegen alle politischen bzw. gesellschaftlichen Widrigkeiten und Vorurteile, innerhalb aber ebenfalls außerhalb der USA.

Obama ist wieder einmal ein glänzendes Beispiel für die unbegrenzten Karrieren im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

John McCain, respektabler Konkurrent

John McCain, sein respektabler Konkurrent, ist ein erfahrener Politiker, Jahrgang 1936, gestählt in verschiedenen Ämtern sowie Funktionen – und war Kriegsheld im Kampf gegen ein sich etablierendes kommunistisches Regime in Vietnam, dessen Vietcong bei der Durchsetzung der politischen und militärischen Ziele gerade im Süden des damals geteilten Landes Vietnam nicht gerade schonend mit der Zivilbevölkerung und ihren Gegnern umging. McCain erlitt kommunistische Folter und Repressalien in jahrelanger Haft.

Ganz gleich, wie man die Kriegsführung der USA in Vietnam diskutiert oder bewertet, diese Aspekte werden von den vermeintlichen „deutschen Friedensengeln“ vorschnell ausgeblendet.

John Mc Cain, der äußerst erfolgreich als Senator für Arizona amtiert, kam immerhin auf gegenwärtig 156 Wahlmänner (6.30 Uhr/MEZ).

USA – zwischen George W. Bush und Barack Obama

Und – der seit fast acht Jahren amtierende US-Präsident George W. Bush, das Hass-Objekt der deutschen Linken ?!
„Seinen“ Irak-Krieg, den man aus guten Gründen verurteilen, aber auch befürworten kann, war der endgültige Anlass hierzulande, aus ihm eine politische „persona non grata“ zu machen.

Der erneute Aufschrei der „deutschen Friedensengel“ war gegen den Irak-Krieg 2003 enorm. Der damalige irakische Diktator Hussein fand bei den deutschen „Friedensengeln“ hingegen kaum Beachtung. Kaum Kritik, kaum Proteste. Die wortgewaltigen Verurteilungen waren – im Vergleich zur Kritik an George W.Bush – verhältnismäßig leise. Der irakische Diktator provozierte einen langjährigen Krieg gegen den Iran, überfiel und annektierte Kuweit, setzte Giftgas gegen die Kurden in der Stadt Halabdscha 1988 ein, schlug den Aufstand der Schiiten 1991 grausam und blutig nieder und verfolgte bzw. inhaftierte oppositionelle Sunniten im eigenen Land. Seine Drohungen gegen Israel und die westlichen Demokratien verhießen nichts Gutes.

Dass der Diktatur Hussein nicht mehr agiert, ist jedenfalls ein Segen für die Welt. Ja, die Form der Kriegsführung, die konzipierte Nachkriegsordnung – das alles lässt sich vortrefflich kritisieren. Aber nichts gegen eine drohende, sogar langfristig größere Gefahr für die Stabilität in der Region getan zu haben, wäre ebenso verwerflich gewesen.

Bushs Verdienst ist es zudem  – und dass sollte ebenfalls nicht vergessen werden – einem nach den Terror-Anschlägen 2001 traumatisierten, verunsicherten Land neues Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen wiedergegeben zu haben.
Der verstärkte Kampf gegen den weltweiten Terror war sowie ist jedenfalls notwendig.

Dem 43.Präsidenten der USA nun die Finanzkrise anzulasten, ist allerdings ebenfalls mehr als bösartig. Da haben anderswo Handelnde und Entscheidende wohl eine enorm höhere Verantwortung sowie letztendlich Schuld auf sich geladen – und die Europäer sind da nun keine „Säulen-Heilige“, „standen“ auf den „Finanz-Märkten“ mehr als nur „Schmiere“.

Also, Vorsicht vor zu schnellen (negativen) Urteilen über die Präsidentschaft George W. Bushs – auch die (positive) Bedeutung von Harry S. Truman wurde lange Zeit unterschätzt. Zu Unrecht, wie sich objektiv herausstellte.

Obama hat nun eine Menge Arbeit vor sich. Die Wirtschaft muß angekurbelt werden, die enormen Schulden sind zu tilgen, soziale Verbesserungen sollen eingeführt werden, weltweit müssen Krisen entschärft, die Zusammenarbeit mit den Verbündeten verbessert, neue Partner gefunden, Waffenarsenale verkleinert und die Umwelt noch schonender behandelt werden, usw., usw. – das sind nur einige Forderungen aus dem „Wünsch-dir-was-von-Obama“-Katalog vieler Amerikaner und der Europäer.

Wenn sich davon nur ein Viertel erfüllen läßt, wäre das ein großartiger Erfolg für den bislang so erfolgreichen Senator aus Illinois, der im 50.Bundesstaat der Vereinigten Staaten, Hawaii (Honolulu), geboren wurde und nun die neue politische „Nr.1“ der Amerikaner ist.

Allein dieses „erhoffte Viertel“ würde die gegenwärtig weltweite „Obamania“ und seinen Slogan „Yes, we can !“ rechtfertigen …

M.Michels

PS: Vielleicht wird Barack Obama den ersten „Auslandsbesuch“ in Richtung Mecklenburg-Vorpommern, sogar in die BUGA-Stadt 2009, planen … Aber das gehört dann schon wieder in die Kategorie nicht erfüllbarer Hoffnungen !

INFOS:

6.45 Uhr (MEZ): +++ Historischer Sieg – erstmals ein Afroamerikaner im Weißen Haus +++ Gratulationen bereits von George W. Bush und John McCain an Obama +++ Absolute Mehrheit für Demokraten im Senat +++ Demokraten sind bislang auch stärkste politische Kraft im Repräsentantenhaus +++ Wahrscheinlich eine der höchsten Wahlbeteiligungen in den USA: 187 Millionen Wahlberechtigte ließen sich registrieren +++

STAND / US-Wahl 2008 – 12.00 Uhr (MEZ)

+++ 338 Wahlmänner für Obama +++ 163 Wahlmänner für McCain +++ nach ausgezählten US-Staaten: Obama – 52 % / McCain – 47 % +++ Wahlbeteiligung bei 64, 1 % +++ In mindestens 27 US-Staaten siegte Obama. +++ In mindestens 18 US-Staaten war McCain erfolgreich. +++ Joe Biden wird Vize-Präsident. +++ Der designierte neue US-Präsident Barack Obama erhielt bereits eine Einladung nach Berlin. +++

OFFIZIELLER ENDSTAND / WAHLMÄNNER – 18.00 Uhr (MEZ)

++ Barack Obama: 349 / John McCain: 163 +++

> Empfehlenswerte Web-Seite: www.barackobama.com


Ähnliche Beiträge