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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Noch sechs Wochen bis zum Bundesliga-Start im Handball

Handball-Zweitbundesligist TSG Wismar verpflichtete F.Hipler

„Bewerte den Wechsel nach Wismar eindeutig positiv …“

TSGtsgSeit 22.Juli sind die TSG-Damen nach der Sommerpause wieder im Training. Der Kader umfasst nach einigen Abgängen nur noch 12 Spielerinnen und auch eine neue Trainerin steht an der Spitze des Teams: Mascha Bratenkowa, der „Goalie“ der Mannschaft und bereits in der Saison 2004/05 zusammen mit Beatrice Reichel Spieler-Trainerin, hat bei der TSG sportlich wieder das Sagen.

Ein „altes“, neues Gesicht als Trainerin und ein völlig neues Gesicht bei der Mannschaft: Franziska Hipler werden die TSG in der kommenden Saison nunmehr verstärken.

Frage: Franziska, Sie wechseln von Buxtehude, einer 40000-Einwohner-Stadt, nach Wismar, immerhin mit 5000 Einwohnern mehr gesegnet. Mögen Sie es beschaulich ?

FHFranziska Hipler: Eigentlich bin ich da offen. Es kommt natürlich darauf an, wie man in der jeweiligen Stadt an- bzw. aufgenommen wird. Buxtehude hatte auch eine nette Altstadt, eine gute Sporthalle, das war es dann auch schon. Letztendlich ist Wismar nicht wesentlich größer.

Es geht mir aber vor allem um den Handballsport, um mich weiter entwickeln zu können. Und da bin ich überzeugt, dass ich in Wismar gute Möglichkeiten habe.
Ich bin es aber schon gewohnt, in eher kleineren Städten zu wohnen.

Frage: Sie werden für ein mecklenburgisches Handball-Team spielen, das Kult-Status genießt. Tausend Zuschauer sind oftmals die Regel nicht die Ausnahme. Freuen Sie sich auf eine prickelnde Handball-Atmosphäre in Wismar ?

FHFranziska Hipler: Ja, ich freue mich schon auf die Kulisse und bin auf die typische Wismarer Handball-Atmosphäre gespannt. Ich saß allerdings schon bei Buxtehude in der ersten Liga mit auf der Bank, konnte also große Handball-Begeisterung bereits miterleben. Außerdem spielte ich ja schon in Wismar, kenne also das rege Zuschauer-Interesse bei Heimspielen der TSG.

Wenn man nun für Wismar spielt ist diese Begeisterung sicherlich optimal. Als Spielerin eines auswärtigen Teams empfindet man es natürlich eher suboptimal. Aber ich freue mich, vor zahlreichen Handball-Fans in Wismar spielen zu können.

Frage: Wismar brachte zahlreiche Weltklasse-Spielerinnen hervor, die sogar Weltmeisterinnen, wie z.B. Heike Axmann oder Andrea Bölk, oder Olympia-Teilnehmerinnen, wie auch Andrea Bölk, waren. Haben Sie auch weltmeisterliche bzw. olympiareife Ambitionen ?

TSGFranziska Hipler: Für mich wäre es ein Traum, einmal bei einer WM oder sogar bei Olympia aktiv dabei sein zu dürfen. Aber so weit schaue ich noch nicht. Erst einmal möchte ich mich in Wismar etablieren, mich hier finden und zu einer festen Größe werden. Wenn es dann einmal die Chance geben sollte, tatsächlich „weltmeisterliche Ambitionen“ realisieren zu können, wäre es natürlich ideal. Es ist aber beileibe nicht das erste Ziel, das ich in Wismar verfolge.

Frage: Jessica Oldenburg geht von Wismar nach Buxtehude, Sie kommen von Buxtehude nach Wismar. Haben Sie sich gegenseitig hilfreiche Tipps gegeben ? Und: Was erhoffen Sie sich sportlich und persönlich von Wismar ?

Franziska Hipler: Wir haben uns leider nicht so intensiv austauschen können. Jessica war beim Probe-Training, hatte bei uns in der WG übernachtet, da haben wir natürlich auch über handballsportliche Dinge gesprochen.

Aber damals wußte ich noch gar nicht, dass ich nach Wismar wechseln würde, und auch bei Jessica stand eine Veränderung in Richtung Buxtehude noch nicht fest.

Frage: Sie sind 22 Jahre, gelernte Industriekauffrau und kommen in schwierigen Zeiten in die Hansestadt, die trotz aller Krisenstimmung historisches Flair und viel maritime Traditionen bietet. Werden Sie in Wismar wohnen ? Haben Sie die Stadt schon intensiv „unter die Lupe“ genommen ?

Franziska Hipler: Ich wohne seit Ende Juli direkt in Wismar, sogar in einer alten Villa. Ansonsten habe ich mir Wismar in den letzten Tagen ein wenig angeschaut, welche Möglichkeiten es zum Shoppen, Weggehen und im kulturellen Bereich gibt.

Die Altstadt finde ich sehr schön und auch die Einkaufsstrasse bietet einiges. Am Alten Hafen war ich ebenfalls, das Flair gefällt mir dort ebenfalls. Das obligatorische Fisch-Brötchen vom Kutter probierte ich selbstverständlich – hm, ganz lecker ! Es gibt hier einige schöne Ecken in der Stadt.

TSGDie anderen Spielerinnen boten mir bereits Stadtführungen an.
Sehr gut aufgenommen wurde ich auch bei meinem neuen Arbeitgeber – ein tolles Team in einer beeindruckenden Firma.

WismarFrage: Sie sind Rückraum-Spielerin und treffen auf renommierte Mitspielerinnen. Gibt es Wismarer Spielerinnen, auf deren Zusammenspiel sie sich bereits freuen ?

Franziska Hipler: Ja, ich freue mich auf das gesamte Team. Ich wäre schon erleichtert, wenn es gut klappt, in die neue Mannschaft reinzukommen. Aber es lief bisher prima. Ich wurde nicht als „Neue“ aufgenommen, sondern als jemand, der schon viele Jahre hier ist – als eine gute Bekannte.
Dass ich mit Franca Kühne zusammen spielen kann, ist zudem klasse !

Frage: Jetzt gab es gerade in Wismar einen Trainer-Wechsel von Diana Sperling zu Mascha Bratenkowa. Wie sah Ihr bisheriger Trainingsalltag aus ?

Franziska Hipler: Wir trainieren gegenwärtig in der Woche eigentlich jeden Tag. Dienstags und donnerstags ist zweimal Training angesagt. Auch samstags wird zweimal trainiert. Nächstes Wochenende geht es dann ins Trainingslager nach Warendorf.

– In der Regel ist es aber so, dass wir mindestens sechsmal in der Woche trainieren.

Frage: Sie waren für Buxtehude zumeist in der Regionalliga auf dem Feld. Wollten Sie mehr, also ins erste Team ? Ihr Wechsel nach Wismar – ist dieser aus Enttäuschung erfolgt ?

TSGFranziska Hipler: Ja, natürlich wollte ich gern in das erste Team, in die erste Bundesliga. Aber mein Wechsel nach Wismar erfolgte keineswegs aus Frust oder aus Enttäuschung.

In Buxtehude war ich in der Regionalliga eine Stammkraft, im Bundesliga-Team eine Reserve-Kraft, da trainierte ich deutlich mehr als ich spielte. Daher ist es für mich ein Aufstieg, für die TSG Wismar in der zweiten Bundesliga spielen zu können. Ich bewerte den Wechsel nach Wismar eindeutig positiv.

Frage: Ihr Ziel mit der TSG Wismar für die Saison in der 2.Nundesliga 2009/10 ….

FHFranziska Hipler: Es gilt, die zweite Bundesliga zu halten – auch in der Perspektive !

M.Michels

Anmerkung: Erstes Saisonspiel der TSG Wismar in der zweiten Bundesliga 2009/10 am 12.September gegen TV Oyten.

Fotos: 1.Mascha Bratenkowa übernimmt bei den TSG-Handball-Damen das Trainer-Ruder. M.M. / 2.Das TSG Handball-Team nach dem Wiederaufstieg in die zweite Bundesliga. M.M. / 3., 4., 7.: Franziska Hipler wird die TSG ab der Saison 209/10 verstärken. M.M. / 5./5.1..Impression aus einem TSG-Spiel 2009. M.M. / 5.2.Alter Hafen in Wismar. M.M. / 6.Impression von einem TSG-Spiel 2009. M.M.


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