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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Neues Projekt zur Erforschung des Rückfallrisikos für Krebspatienten

Verbundprojekt der Universitäten Erlangen-Nürnberg und Rostock erhält Förderung in Höhe von 1,3 Millionen Euro

Ein Forscherteam der Rostocker Systembiologie und Bioinformatik sowie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg werden in den kommenden drei Jahren der Frage nachgehen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass Patienten nach einer erfolgreichen Therapie erneut an Krebs erkranken können. Das Projekt  „MelEVIR – Melanoma, Extracellular Vesicles, and Immune Response“ wird seit dem 1. April 2016 mit insgesamt 1,3 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Die feierlicheÜbergabe der Förderbewilligung fand im Juni statt.

Im Fokus des Verbundprojektes steht die Erkennung von so genannten Mikrometastasen, die nach der Operation im Körper des Patienten verbleiben und die mit den aktuellen Diagnosetechniken bisher nicht aufzufinden sind. Der Nachweis von Tumormarkern, das sind bestimmte Biomoleküle im Blut, die auf einen Tumor hindeuten können, ist noch nicht möglich. Denn aufgrund der geringen Größe der Mikrometastasen sind diese zu niedrig konzentriert. Das hat zur Folge, dass sie über Jahre unentdeckt bleiben, bevor sie zu wachsen beginnen und mitunter über einen kurzen Zeitraum eine gefährliche Größe erreichen.

Die Forscher der Hautklinik (Prof. Dr. Julio Vera-González (Koordinator), Prof. Dr. Andreas Baur, Prof. Dr. Lucie Heinzerling) und vom Lehrstuhl für Medizinische Informatik (Prof. Dr. Hans-Ulrich Prokosch, Dr. Thomas Ganslandt)  der Universität Erlangen-Nürnberg sowie der Lehrstuhl Systembiologie und Bioinformatik der Universität Rostock (Prof. Dr. Olaf Wolkenhauer) haben es sich zum Ziel gesetzt, neue Wege zu finden, die Mikrometastasen aufzuspüren.

Dafür wollen sie Methoden entwickeln, um so genannte Vesikel genauer charakterisieren und ihre Zahl messen zu können. Vesikel sind sehr kleine Tröpfchen, die von einer Membran umhüllt sind und von Zellen ins umliegende Gewebe abgegeben werden.

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Vesikel entstehen, wenn Immunzellen gegen Tumorzellen kämpfen. Mit Hilfe der neuen Methoden wollen die Wissenschaftler erreichen, das individuelle Risiko der Patienten, wieder an Krebs zu erkranken, zu ermitteln.

Pressemitteilung – Universität Rostock

 


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