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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Neue Camping-Projekte vorgestellt

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Mecklenburg-Vorpommern und der Verband für Camping- und Wohnmobiltourismus in Mecklenburg-Vorpommern e. V. (VCWMV) haben in Klink bei Waren (Müritz) eine umfassende Offensive zur Weiterentwicklung der Campingbranche im Land gestartet. „Campen mit Qualität ist sowohl an der Ostseeküste als auch rund um die Binnenseen angesagt. Bei den Projekten geht es darum sowohl den Umweltschutz als auch die Qualität weiter zu verbessern“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Jürgen Seidel in Schwerin.

Auf der Veranstaltung in Klink sind vier Projekte vorgestellt worden. Ein Projekt dient der Einführung des ECOCAMPING Systems auf 20 weiteren Campingunternehmen des Landes. Dabei werden für die bereits beteiligten Unternehmen zusätzliche Angebote gemacht. Mit der optimalen Zielgruppenausrichtung der Campingunternehmen in MV beschäftigt sich ein weiteres Projekt. In einem dritten Projekt steht der Aufbau eines hochwertigen Gäste-Angebots rund um das Thema Erlebnis-Natur auf bis zu 30 Campingplätzen auf dem Programm. Die Entwicklung und der Bau eines „klimafreundlichen Campingplatzes“, sind die Ziele eines vierten Projekts. (Kurzübersicht zu den Projekten auf Seite 2 und 3).

„Campingplätze in unserem Land sind heute moderne, innovative und umweltgerecht betriebene Plätze. Mit entsprechendem Service und durch attraktive Angebote kann sich die Branche über Zuwächse freuen. Das spricht auch für einen guten Standard, der den Gästen vor Ort angeboten wird. Aber wir können uns nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Um weiterhin attraktiv zu bleiben, sind innovative Ideen gefragt. Die Projekte tragen zur Weiterentwicklung der Branche bei“, sagte Seidel. Von Januar bis November dieses Jahres haben sowohl die Ankünfte (789.747/+7,9 Prozent) als auch die Übernachtungen (3.55 Millionen/+10,2 Prozent) deutlich zugenommen. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es 188 Campingplätze mit 24.667 Stellplätzen.

Gemeinsam mit den Partnern ECOCAMPING e.V. und dem Institut für innovative Projekte wurden die Projekte für hochwertigen und nachhaltigen Campingtourismus entwickelt.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Mecklenburg-Vorpommern fördert die Projekte mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds und mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

Kurzübersicht über die Projekte

1. ECOCAMPING MECKLENBURG-VORPOMMERN: Erweiterung und Stabilisierung des ECOCAMPING Netzwerks in M-V

Das Projekt ECOCAMPING Mecklenburg-Vorpommern ist die konsequente Fortführung des ersten erfolgreichen ECOCAMPING Projekts in M-V im Jahr 2006. 24 Campingunternehmen haben das ECOCAMPING System für Umweltschutz, Sicherheit und Qualität eingeführt. Sie erhielten dafür die Auszeichnung ECOCAMPING und wurden in die UMWELTALLIANZ MV aufgenommen. Zentrale Bausteine des Projekts sind Workshops und Beratungen zu Umweltthemen wie Wassereinsparung, Abfallvermeidung oder naturnahe Platzgestaltung. Dazu kommen Fragen der Service-Qualität und der betrieblichen Sicherheit. Für die beteiligten Campingplätze erfolgt eine intensive Öffentlichkeitsarbeit. Insgesamt sollen 20 weitere Unternehmen in die Initiative aufgenommen werden und mit ECOCAMPING und UMWELTALLIANZ MV ausgezeichnet werden. ECOCAMPING ist mit insgesamt 195 beteiligten Unternehmen die größte europäische Initiative für nachhaltigen Campingtourismus.

2. ZIELGRUPPENMARKETING: Optimale Zielgruppenausrichtung der Campingunternehmen in M-V

Egal, ob Touristen gern Kanu fahren, Rad fahren oder Angeln. Gäste sollten in der Lage sein, schnell und einfach einen für ihre Bedürfnisse optimalen Campingplatz zu finden. Dafür sollen in dem Projekt die Merkmale der wichtigsten Zusatzdienstleistungen herausgearbeitet und mit einem Schnellerkennungssystem versehen werden. Beratung, Mitarbeiterschulung und ein spezielles Zertifizierungssystem für die Belange der relevanten Zielgruppen bilden die Grundlage für eine gezielte Vermarktung der beteiligten Campingunternehmen. Starke europäische Mitbewerber wie Dänemark und die Niederlande verfügen bereits über ähnliche Systeme. Das Schnellerkennungssystem wird bundesweit Vorreiter in der Campingbranche sein und so für die teilnehmenden Unternehmen einen Innovationsvorsprung bieten.

3. ERLEBNIS NATUR: Umweltbildung für Nachhaltigkeit auf Campingplätzen in MV

Naturkundliche Führungen, Basteln mit Naturmaterialien oder aufregende Spiele in der Natur: Hochwertige Erlebnis-Natur-Angebote sollen durch das Projekt zu einem selbstverständlichen Bestandteil auf Campingplätzen in Mecklenburg-Vorpommern werden. Ein Ziel ist es dabei, Campingplätze individuell zu analysieren, maßgeschneiderte Angebote auszuarbeiten und Mitarbeiter direkt vor Ort mit der Erlebnis-Natur-Methode vertraut zu machen. In Workshops werden die Erfahrungen unter den Teilnehmern ausgewertet. Insgesamt sollen 30 Campingunternehmen beteiligt werden. Das Projekt wird durch Experten von Naturschutzverbänden, Forstverwaltungen oder Nationalparks unterstützt.

4. KLIMAFREUNDLICHER CAMPINGPLATZ: Konzeption und Realisierung eines Vorzeigebetriebs in  MV

In diesem Modellprojekt soll ein umfassendes Klimaschutzkonzept für Campingplätze entwickelt werden. Neben der Energieeffizienz und dem Einsatz von erneuerbaren Energien für Wärme und Strom geht es auch darum, Fragen des klimafreundlichen Wareneinkaufs und des Verkehrs zu berücksichtigen. Das erarbeitete Konzept soll auf einen bestehenden oder sogar neu zu planenden Campingplatz in MV übertragen werden. Die Campingwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern übernimmt damit auch im Klimaschutz eine Vorbildfunktion.


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