Skip to main content

Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Neptun Werft setzt auf eigene Fachkräfte

Seidel: Sicherung der Kernkompetenz durch Ausbildung von NachwuchskräftenAm Mittwoch hat der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Jürgen Seidel die Neptun Werft in Rostock besucht. „Das Unternehmen hat sich durch Spezialisierung am Markt einen Namen gemacht. Im Mittelpunkt steht der Bau von Flusskreuzfahrtschiffen sowie die Produktion von Großsektionen für Schiffsneubauten“, sagte Seidel am Mittwoch vor Ort. Seit 2002 sind 12 Flusskreuzfahrtschiffe, darunter sechs so genannte TwinCruiser ausgeliefert worden. Zwei weitere Flusskreuzfahrtschiffe für A-Rosa werden aktuell gebaut.

Die Neptun Werft investiert in den eigenen Fachkräftenachwuchs. Über 100 Jugendliche werden am Standort Rostock-Warnemünde ausgebildet. Das Unternehmen bildet Konstruktions-, Anlagen- und Industriemechaniker sowie Mechatroniker aus. „Hier erhalten junge Menschen eine Perspektive im Land. Die Vorteile liegen auf der Hand: das erworbene Know-how bleibt im Unternehmen, die Kernkompetenzen werden vor Ort gestärkt und weiter ausgebaut“, so Seidel weiter.

Ende Januar haben 14 Auszubildende nach dreieinhalb jähriger Ausbildungszeit ihre Facharbeiterprüfung erfolgreich abgeschlossen. 13 Jugendliche werden als Facharbeiter für die Neptun Werft weiter arbeiten. Darüber hinaus werden überbetrieblich 35 Teilezurichter ausgebildet. „Das Unternehmen sorgt für den eigenen Nachwuchs. Die Mühen der Ausbildung werden durch einen Arbeitsplatz im Unternehmen belohnt. Dies ist besonders erfreulich“, sagte Seidel.

Auf der Werft in Rostock-Warnemünde sind 438 Mitarbeiter angestellt. Die Neptun Werft in Rostock-Warnemünde ist seit 1997 Schwesterunternehmen der Papenburger Meyer Werft (Emsland). Sie arbeitet unter anderem für die Reederei A-Rosa in Rostock, die Münchener Premicon AG und auch an den Schiffen für AIDACruises.

Mit der Premicon AG wurde der innovative Schiffstyp des TwinCruisers entwickelt. Das Flussschiff besteht aus zwei unabhängigen Schiffskörpern, wodurch eine Entkoppelung von Geräuschen und Vibrationen aus den Maschinenräumen zu den Passagiereinrichtungen ermöglicht wird.

Im Großsektionsbau werden beispielsweise Teile des Unterwasserschiffs von Kreuzfahrtschiffen sowie Gastanks für Schiffsneubauten der Meyer Werft GmbH in Papenburg gefertigt.


Ähnliche Beiträge