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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Nein zu den geplanten Kürzungen für große Landwirtschaftsbetriebe

Die Absicht der Europäischen Kommission, die Beihilfen für große Landwirtschaftsbetriebe schrittweise zu kürzen, wertet der Sprecher für Agrarpolitik und ländliche Räume, Prof. Dr. Fritz Tack, als Wortbruch der Politik gegenüber den Bauern und als schlechtes Signal für die Entwicklung der ländlichen Räume in Mecklenburg-Vorpommern.

„Die geltenden Konditionen sind gerade mal seit 2005 in Kraft und bis 2013 vereinbart“, erklärte Tack am Dienstag. Die Betriebe im ländlichen Raum bräuchten Planungssicherheit und verlässliche Rahmenbedingungen, damit sie als wirtschaftlich starker Faktor im ländlichen Raum, als Erzeuger von hochwertigen Nahrungsmitteln, nachwachsenden Rohstoffen und Bioenergie sowie als Pfleger der Kulturlandschaft existieren können.

Tack kritisiert, dass die Kürzungspläne insbesondere auf Kosten der landwirtschaftlichen Betriebe und ihrer Beschäftigten im Osten gehen sollen. „Vor dem Hintergrund der weit unter dem Bundesdurchschnitt liegenden Einkommen der Beschäftigten im Agrarsektor verschwindet der Mythos von staatlich subventionierten Großverdienern auf dem Acker und im Stall schnell“, betonte Tack. Seine Fraktion erwarte jetzt von der Landes- und Bundesregierung, sich weiter gegen die Pläne der EU stark zu machen. „Gemeinsam mit Vertretern des landwirtschaftlichen Berufsstandes müssen Leitlinien für die Landwirtschaft nach dem Ende der EU-Förderperiode 2013 entwickelt werden“, so Tack. Ziel müsse es sein, die Betriebe und die Bedingungen im ländlichen Raum zukunftsfähiger zu gestalten.


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