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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Nach Handball-Olympia ist vor den Handball-EM

Nachgefragt bei Handball-Spielerin Emily Bölk

Die großen handballsportlichen Höhepunkte des Jahres 2016 sind eigentlich längst Geschichte. Das Olympia-Turnier bei den Herrenentschied Dänemark für sich. Die russischen Damen gewannen das olympische Frauen-Turnier. Deutschlands „Bad Boys“ schafften nach dem EM-Gold Anfang 2016 auch Olympia-Bronze in Rio.

Aber noch sind die Handball-Highlights 2016 längst nicht abgehakt. Vom 4.Dezember bis 18.Dezember gibt es in Schweden noch die 12.Frauen-Handball-EM.

Eine, die dabei sein könnte und bei den EM-Vorbereitungsspielen im deutschen Aufgebot erfolgreich aktiv war, ist Emily Bölk, Jahrgang 1998.

Und Emilys Mama ist eine mehr als gute Bekannte in der Handball-Szene in M-V. Die gebürtige Rostockerin Andrea Bölk geb. Stein spielte bis 1990 unter anderem für die TSG Wismar und für den SC Empor Rostock, ehe sie dann zum Buxtehuder SV wechselte, wo nun auch Emily spielt.

Andrea Bölk wurde 1993 Weltmeisterin bzw. 1994 Vize-Europameisterin mit dem DHB-Team und belegte bei den Olympischen Spielen 1992 sowie 1996 mit der deutschen Auswahl die Ränge vier und sechs.

Welche Ziele hat nun Emily?!

Nachgefragt

„Würde mich freuen, wenn ich Teil des Teams in Schweden sein könnte…“

Frage: Emily, das Sport-Jahr 2016 ist im Endspurt. Noch steht aber die Handball Frauen-EM in Schweden auf der Agenda…  Was waren für Dich ganz persönlich die nachhaltigsten Momente auf dem Handball-Parkett 2016? Wie groß sind Deine Chancen, bei der EM 2016 tatsächlich dabei zu sein?

Emily Bölk: Die absoluten Highlights in 2016 waren für mich der Gewinn der Deutschen Meisterschaft mit der A-Jugend des Buxtehuder SV und kurz danach mein Debüt in der Frauen A-Nationalmannschaft in Stuttgart. Ein weiterer Höhepunkt für mich wäre natürlich die Teilnahme an der EM im Dezember. Ich versuche mit meiner Leistung sowohl im Verein als auch in der Nationalmannschaft zu überzeugen und würde mich sehr freuen, wenn ich Teil des Teams in Schweden sein dürfte.

Frage: Wie beurteilst Du die EM-Chancen des deutschen Frauen-Teams, in dem ja auch Anne Hubinger spielt, die einst beim SV Motor Barth spielte?

Emily Bölk: Mit Frankreich, dem Olympia-Zweiten 2016, den Niederlanden, den Vize-Weltmeister 2015 bzw. Olympia-Vierter 2016, und Polen, den WM-Dritten 2015, haben wir eine sehr starke Gruppe erwischt. Es sind für uns ganz wichtige Turnier-Spiele – gerade mit Hinblick auf die Heim-WM im Dezember 2017. Wir wollen uns dort als Team finden, gut präsentieren und Spiele dort möglichst positiv gestalten.

Frage:  Was ist für Dich das Faszinierende am Handballsport? Was macht für Dich überhaupt den Reiz an dieser Sportart aus? Dank Deiner Eltern hast Du ja die Handball-Gene ohnehin im Blut…

Emily Bölk: Handball ist sehr schnell, dynamische und körperbetont. Zudem ist der absolute Teamgeist gefragt, was die Sportart für mich sehr attraktiv macht.

Viele Mannschaften spielen auf ähnlich hohem Niveau, was den Ausgang des Spiels selten vorhersehbar macht. Es ist also sowohl für Spieler als auch Zuschauer ein sehr reizender und spannender Sport.

Frage: Die olympischen Turniere der Frauen und Herren waren der Höhepunkt 2016… Wie beurteilst Du die dortigen Resultate?

Emily Bölk: Die Bronzemedaille für die deutschen Herren ist ein riesen Erfolg, den wir alle mit großer Spannung verfolgt haben. Ich hoffe sehr, dass wir als Frauen Nationalmannschaft den Männer in vier Jahren nacheifern können und uns für das olympische Turnier 2020 in Tokio qualifizieren.
Die russische Frauen Nationalmannschaft hat mich dieses Jahr in Rio sehr überrascht und mit ihrem Spiel und Teamgeist sehr beeindruckt. Ursprünglich hatte ich die Niederländerinnen ganz vorne gesehen.

Frage: Und: Wie gefällt es Dir beim Buxtehuder SV? Was sind Eure dortigen Ziele?

Emily Bölk: Ich war ja schon „immer“, bis auf ein Jahr, beim Buxtehuder SV aktiv. Hier konnte ich mich bisher immer gut weiter entwickeln, das Training ist auf sehr hohem Niveau, das Umfeld stimmt und die Begeisterung der Fans in der vollen Halle ist beeindruckend.
Die Ziele für diese Saison sind das Erreichen des Pokal-Final4s und eines internationalen Startplatzes.

Letzte Frage: Verfolgst Du auch das Geschehen im Frauen-Handballsport in M-V ein wenig?

Emily Bölk: Unser Junior-Team spielt in der dritten Liga und damit auch gegen die TSG Wismar. Wenn es zeitlich machbar ist, verfolge ich gerne Spiele bei uns in der Halle. Ich selbst habe auch in der Jugend einige Male gegen Grün-Weiss Schwerin, den Rostocker HC und die TSG Wismar gespielt.

Vielen Dank und weiterhin alles Gute!

Marko Michels


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