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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Nach Explosion eines Bankgebäudes in Malliß – Polizei sucht Zeugen

Am 25.05.2010 wurde gegen 01:53 Uhr das Bankgebäude der Volksbank in Malliß (LK LWL) durch eine Explosion fast vollständig zerstört.

Nach polizeilichen Ermittlungen wollten die Täter den Geldautomaten durch die Einleitung eines Gasgemisches  aufsprengen, um unberechtigt an die darin befindlichen Geldkassetten zu gelangen. Hierzu setzten die Täter die Gase Sauerstoff und Azetylen ein. Durch eine Fehlbedienung bei dem Versuch den Geldautomaten aufzusprengen wurde eine erheblich größere Sprengwirkung erzielt und so das Gebäude der Bank zerstört.
Hätte es sich um eine Bank in einem Wohngebäude gehandelt, wäre mit Personenschaden zu rechnen gewesen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Täter bei der Sprengung Verletzungen davon getragen haben ist als sehr hoch einzuschätzen. Möglicherweise erfolgte eine Behandlung in einer Praxis oder einem kleineren Krankenhaus.

Vermutlich wurde ein Audi Q 7 von den Tätern bei der Tat benutzt. Dieses Fahrzeug flüchtete nach der Sprengung mit hoher Geschwindigkeit vom Tatort und soll dann noch einmal kurz danach zurückgekehrt sein, um einen durch die Täter auf dem gegenüberliegenden Parkplatz postierten Teleskoplader anzuzünden. Dieser Teleskoplader wurde vor der Sprengung von einer 750 Meter entfernten Baustelle entwendet und auf dem Parkplatz gegenüber der Bank abgestellt. Vermutlich sollte er für den Abtransport der Beute genutzt werden.

Zeugen zufolge soll sich auch ein weißes VW Pritschenfahrzeug mit hoher Geschwindigkeit vom Tatort entfernt haben.
Die Polizei vermutet, dass sich die Täter vor der Tat in Tatortnähe getroffen haben, um ihre Fahrzeugkennzeichen zu ändern oder zu wechseln.

Für die Öffentlichkeitsfahndung nach den Tätern ist die Ausstrahlung des Sachverhaltes im Fernsehsender MDR für Sonntag den 06.06.2010 um 19.50 Uhr in der Sendung „Kripo Live“ geplant. Die Sendung wird am Montag den 07.06.2010 um 11:20 Uhr wiederholt.

In der Sendung wird auch eine Batterie gezeigt. Sie wurde nach der Explosion gefunden und wahrscheinlich bei der Sprengung benutzt. Sie weist einen handschriftlich aufgemalten Zahlencode auf. Am Tatort wurden außerdem eine Sauerstoffflasche und eine Azetylenflasche von den Tätern zurückgelassen. Diese Flaschen wurden aus einer Firma in Pritzwalk entwendet. Dort wurden am 14/15.4.2010 insgesamt 10 Flaschen entwendet. Unter Umständen hatten die Täter die Flaschennach den Diebstahl in der Nähe von Pritzwalk deponiert, um sie später abzutransportieren.

Die Polizei sucht nach Zeugen, die etwas Verdächtiges gesehen haben und so zur Aufklärung der Tat beitragen können. Sachdienliche Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst Schwerin unter Tel.: 0385-2070 2222 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
Für Zeugenhinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, hat der Leiter der Polizeidirektion Schwerin eine Belohnung von bis zu 2.000 Euro ausgelobt.

Niels Borgmann


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